Schwarz, sehr schwarz und doch irgendwie realistisch....
Manche sollten sich halt doch nicht vom Cover einer DVD täuschen lassen...
Im Prinzip ist der Film schon sehr einfach gestrickt, dreht es sich doch nur um die essentielle Frage: Wie weit gehst du für Geld?
Und genau diese Frage müssen sich zwei ehemalige Freunde stellen, die auch zwei Gesellschaftsschichten widerspiegeln. Der eine ist der klassische Verlierer, ungeliebt von den Eltern, Schule geschmissen und kriminell. Der andere ist eher Mittelstand, gebildet, verheiratet, Kind.
Und dann der Bonze, der die beiden mit Finanzspritzen auf eine Reise schickt, wo sich jeder fragen muß, ob er unter diesen Umständen nicht genau dasselbe machen würde.
Hier wird Freundschaft für Geld verkauft, so daß Feindschaft entsteht.
Und genau deswegen finde ich diesen Film realistisch, denn wir alle kennen Menschen, die andere auf die eine oder andere Art verkauft haben. Hier wird mit einem der Urtriebe der Menschen gespielt: der Gier.
Da kann man jetzt Schauspielerische Leistungen bemängeln wie man will, auch Ähnlichkeiten mit bekannten Filmgrößen (die können nix dafür, daß die so ähnlich ausschauen), aber sowas schau ich mir lieber an, wie Filme, wo ich weiß, daß hinter dem Akteur nur ein Bluescreen ist und den Rest der Computer erledigt.
Das hier möchte ich schon fast als eine Art Kammerspiel bezeichnen, was sehr gut für die Atmosphäre ist.
Und wenn man ehrlich zu sich selbst und nicht in Geld schwimmt, hat man schon mal davon geträumt, mit reichen Leuten einen drauf zu machen.
Nur artets hier halt ein wenig aus. Es muß nicht immer blutig sein, soviel steht fest. Aber zu sagen, diesen Film könnte man ab 12 freigeben, ist der größte Schwachsinn seit dem Lächeln von Angela Merkel.
Nun gut, ich kann diesen Film jedenfalls all jenen empfehlen, die gerne fernab des Einheitsbreis suchen und sehen wollen, wie moralische Werte für Geld über den Haufen geworfen werden.
Ist ja nix neues mehr heutzutage.
in diesem Sinne
8 von 10 kleinen Fingern