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TROUBLE EVERY DAY, dessen Titel mit dem dürftigen Inhalt überhaupt nichts zu tun hat, soll angeblich so etwas wie einen Vampir- (?) oder Kannibalenfilm darstellen, wobei die Begriffe "Vampir" und "Kannibale" während der gesamten Spielzeit nicht ein einziges Mal fallen. Klingt suspekt? Nein, denn es handelt sich vielmehr um eines von diesen abgehobenen Pseudokunstwerken, das von tödlicher Langeweile beherrscht wird und das auf irgendwelchen Festivals die intellektuellen, affektierten Eierköpfe, die beim Anblick von etwas Filmblut bereits perplex sind, dazu anregt, völlig spekulativ die wildesten Dinge hineinzuinterpretieren. Natürlich reagieren Zuschauer die sonst stets einen Bogen um jegliche Gewaltdarstellung machen, sehr heftig auf ein wenig Blutgeschlabber und wittern gleich den nächsten Skandalfilm. Ist aber Quatsch, denn der ereignisarme französische Arthouse-Stinker ist bloß ein nebulöses Nichts.