Review

„Paco“ entpuppt sich als wenig aufregendes Endzeitfilmchen aus Italien, wie sie Ende der 80er dutzendweise auf den Markt geworfen wurden.
Paco Queruak (Daniel Greene) ist ein Cyborg, der von einem fiesen Konzernchef darauf programmiert wurde, einem aufstrebenden Politiker zu töten. Doch als der Moment gekommen ist, entschließt sich Paco gegen den tödlichen Schlag auf die Drömmsel des Politikers, sondern haut ihn einfach nur so (warum auch immer) und kratzt dann die Kurve. Da haben wir schon Elemente von „Terminator“, die übliche Killer-mit-Gewissen-Story usw., damit wir auch ja merken, dass Italien damals nicht das Land der originellen Filmer war.
Die Konsequenz von Pacos Handeln ist (Überraschung, Überraschung), dass man ihn tot sehen will. Doch der Maschinenmensch managt kann erstmal in einem Motel als Aushilfe untertauchen und seine weitere Flucht planen…

„Paco“ ist Italotrash, dessen Endzeitszenario immerhin halbwegs schickt bebildert wurde. Nach Amerika schaut der italienische Drehort zwar nie aus und das Minibudget sieht man dem Film klar an, aber ein paar originelle Einfälle wie ätzenden Regen oder Armdrücken mit Bestrafung durch Klapperschlangenbiss machen den Film etwas interessanter, was man von der Geschichte leider nicht sagen kann, denn in „Paco“ passiert fast gar nichts. Paco versteckt sich, Behörden und Fieslinge stochern ein bisschen herum, wobei letztere noch ein paar Leute killen, aber das war schon die, hüstel, Handlung der ersten zwei Drittel. Also wenig aufregend, sodass sich der Zuschauer ans langsame Entschlafen macht.
Erst im letzten Drittel wird die Chose etwas aufregender, wenn die wilde Horde Paco wieder gefährlicher wird und der seine Haut retten muss. Da gibt es dann ein paar Verfolgungsjagden, Ballereien und Prügeleien, die zwar nie wirklich aufregend sind, aber immerhin halbwegs nett anzusehen. Zum Ende gibt es noch etwas Philosophie mit dem Holzhammer, doch sobald Paco mit seiner Existenz als Cyborg klarkommt, rollt dann der Abspann.
Die Menschmaschine spielt Daniel Greene dann auch mit der Hingabe eines Stück Treibholzes, sodass selbst Chuck Norris daneben Oscarverdächtig aussieht. John Saxon als Fiesling macht immerhin etwas an Boden gut, während die Nebendarsteller alle so mäßig wie Mr. Greene spielen.

Schlussendlich ist „Paco“ unterdurchschnittlicher Italotrash: Ganz nett bebildert und mit ein paar akzeptablen Actionszenen, aber meist ziemlich langweilig und unoriginell.

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