kurz angerissen*
„Ride Along“ ist eine dieser völlig einfallslosen Buddy-Comedies im Polizeimilieu, für die man den Machern nun wirklich keinen Dank schuldet, verlassen sie sich doch mehr oder weniger blind darauf, dass die Chemie irgendwie stimmt. Was hier immerhin so weit der Fall ist, dass die Plakate zur Fortsetzung bereits in den Kinos aushängen.
Tim Story, eine Art Spike Lee für die seichte Massenunterhaltung, hat mit jeder Art von afroamerikanischem Schauspieler irgendwie schon zu tun gehabt, eben auch mit Ice Cube („Barbershop“) und Kevin Hart („Denk wie ein Mann“). Die beiden zusammenzupacken ist wie eine Flamme an einen Eiswürfel zu halten. Chemisch ist das Ergebnis einfach auszurechnen. Harts Hartnäckigkeit passt eben im Sinne der Buddy-Etikette gut zu Cubes Reserviertheit und sorgt auf dem Papier für Reibungen, die einen konfliktreichen Mittelteil ebenso zuverlässig versprechen wie die Offenlegung eines weichen Kerns am Ende.
Als Bindeglied wird dann eben die Schwester des Grummeligen ins Spiel gebracht, die mit dem Aufstrebenden liiert ist. Der wiederum ist außerdem ein passionierter Computerspieler, versucht aber auch in der Realität Fuß zu fassen und den Partner wider Willen dadurch zu beeindrucken, dass er eine Karriere als Polizist anstrebt – das Newbie-Element ist also auch vorhanden und führt zu einer Reihe von „Training Day“-Verweisen, vermutlich um sich aus dem Verdacht zu befreien, ein Comedy-Remake desselben zu sein.
Also noch ein paar Verbrechervisagen (egal, auf welcher Seite sie stehen) wie John Leguizamo, Bruce McGill und Laurence Fishburne ins Spiel gebracht, einen Dicke-Autos-Fetisch à la „Bad Boys“ und die Nummer läuft. Kommt man halbwegs mit der Angepisstheit des einen und der Chris-Tucker-Attitüde des anderen zurecht, kann man „Ride Along“ tatsächlich zu den brauchbaren Vertretern seiner Art zählen.
*weitere Informationen: siehe Profil