Der erste Spielfilm von Luc Besson ist nicht unbedingt sein zugänglichster. Komplett in schwarz-weiß, grobkörnig und ohne Dialoge - im gesamten Film fällt nicht ein Wort! In einer Fassungsbeschreibung ist von genau einem gesprochenen Wort die Rede, ich konnte es jedoch nicht entdecken. So lässt es sich auch ganz gut verschmerzen, dass der Film bisher nur als Import in Deutschland erhältlich ist...
Der Inhalt erinnert an "Quiet Earth - Das letzte Experiment" von Geoff Murphy, der - im Gegensatz zu "Der letzte Kampf" - ab und zu im deutschen Fernsehen läuft. An Nihilismus übertrifft der Film einen "Mad Max" locker, echte Helden gibt es nicht. Nach einem Atomkrieg (?) ist die Erde einigermaßen zerstört und wir finden uns in einer typisch postapokalyptischen Landschaft wieder. Anfangs in einer wasserlosen Wüste (ganz Tatooine-like), später dann in einer verfallenen Stadt, in der sich die Überlebenden verbarrikadiert haben und sich schließlich einen "letzten Kampf" liefern. Der namenlose Hauptdarsteller (gespielt von Pierre Jolivet) ist neunzig Minuten lang auf der Suche nach Wasser, Essen und Sex. Wer den Film wg. dem Ergebnis der Suche nach Letzterem schaut, dürfte allerdings enttäuscht werden.
Der junge Jean Reno spielt hier eine seiner ersten Rollen. Schlecht macht er das nicht, jedoch kann er hier kaum dermaßen glänzen wie in späteren Besson-Filmen - allen voran "Leon - Der Profi". Auch Fritz "Fahr schon mal den Wagen vor" Wepper hat einen ebenso kurzen wie unsympathischen Auftritt als Chef einer kleinen Endzeit-Gang.
Wenn schon keine Worte fallen, so läuft wenistens hin und wieder Musik - die Synthie-Klänge à la Moroder (hier von Eric Serra) sind allerdings nicht so sehr mein Fall.
Die Optik überzeugt dafür umso mehr - Luc Besson zaubert auch ohne knallige Farben (wie z. B. bei "Das fünfte Element") jede Menge Atmosphäre auf die Leinwand bzw. den Bildschirm.
Insgesamt ein sperriges, aber ziemlich interessantes Debüt. Noch kein Meisterwerk, aber davon gabs ja später einige von Herrn Besson. Jedem Sci-Fi-Fan, der nicht erst ab 100-Mio-Dollar-Budget ins Kino geht, durchaus zu empfehlen!
Warum es jedoch mitten im Film plötzlich Fische oder Steine vom Himmel regnet, habe ich nicht ganz kapiert. Vielleicht erschließt es sich mir ja beim zweiten Ansehen...