Ein Ingenieur und seine Freundin kommen auf eine Karibikinsel. Dort angelangt erfahren sie, dass die vorigen Ingenieure umkamen, bis sie begreifen, dass sich die Inselbewohner gegen den geplanten Bau eines Atomkraftwerks zur Wehr setzen. Bei einer Zeremonie kommen sie den Einheimischen näher und geraten in deren Bann, um einzusehen, dass sie ihnen nun plötzlich helfen müssen (auweia, Einsicht durch Billigsex). Kurz bevor Joe D'Amato anfing, einige beachtliche Horrorfilme zu drehen, steckte er schon einmal seine Vorliebe für Exotisches ab, jedoch mit wenig Engagement für das Besondere, sondern stets darin bemüht, dem Zuschauer das zu geben, was (1978) gut läuft. Das haut heute keinen mehr vom Hocker, außer der Sleazefraktion, die es sicher freut, wie filmisch platt und inhaltlich dümmlich "Papaya" daherkommt. Kannibalen, wie uns der deutsche Titel weismachen will, fehlen gänzlich, wenn man mal davon absieht, das Papaya am Anfang einen Ingenieurschwanz abbeißt und ein Priester bei einem Ritual in ein menschliches Herz beißt. Auch ansonsten gibt es nicht mehr blutige Szenen, als ohnehin im Trailer enthalten sind. Dafür gibt es reichlich Softerotik auf dem zu erwartendem Schundniveu - schwarze Frau mit weissem Mann, weisse Frau mit schwarzem Mann und natürlich schwarze Frau mit weisser Frau und alles schön innerhalb der Konventionen des Einschläferns. Die Story, respektive das Drehbuch, passt auf eine Briefmarke (wenn man groß schreibt) und die Darsteller sind weder auffällig erotisch noch ernsthaft für ihr Schauspiel nennenswert. Die üblichen unfreiwilligen Lacher sind hier zwar enthalten, doch finden sich außer wenigen guten Einstellungen zu viele beliebige Bilder in einer sinnlosen Story um ein Atomkraftwerk auf einer kleinen Karibikinsel (wer soll den Mist eigentlich glauben) und Papaya, das liebestolle Früchtchen, die ihr Volk als Fickfrosch zu retten versucht.
Fazit: Sexploitation der lauen Art. Wenige interessante Szenen mit ganz viel nichtssagendem Softerotikgetue aufgefüllt. 3/10 Punkten