Alle Kurzkommentare


5

Da haben sich also auch die Deutschen an einen Monsterfilm damals versucht und das Ergebnis ist erwartungsgemäß dürftig, irgendwie abenteuerlich und vor allem sehr viel sleaziger als vergleichbare US-Produktionen aus der Zeit. Mit hübschen Mädels und nackter Haut wird jedenfalls nicht gegeizt, mit echtem Horror dafür umso mehr. Das ist bestimmt einer dieser Fehltritte, eine Jugendsünde, für die sich eine Barbara Valentin hinterher geschämt haben dürfte. Und die (gar nicht mal so große oder allzu gefährliche) Monsterspinne hat die ganze Zeit über einen frechen schelmischen Gesichtsausdruck drauf - wie bestimmt auch der faszinierte Betrachter dieses ulkigen Mülls. Der von der Spinne gebissene Mutant schaut hingegen bloß aus wie der olle Wolfsmensch. Absoluter Käse, konfus zusammengeklöppelt, aber auf seine Weise durchaus schwer unterhaltsam.

7

"Ein Toter hing im Netz" ist einer der sehr wenigen deutschen Horrorfilme der 50er Jahre - und was für einer! Was Regisseur Fritz Böttger hier abliefert, spottet in seiner trashigen Unbedarftheit wahrlich jeder Beschreibung. Inhaltliche Naivität, darstellerisches Unvermögen und lausige "Effekte" ergeben einen Cocktail, der jeden Trash-Fan in den siebten Himmel katapultieren dürfte. In einer Nebenrolle als notgeiler Saufbold ist Rainer Brandt zu sehen, der so diesem rundum spaßigen Euro-Trash das Sahnehäubchen aufsetzt. Granate!

Kritik verlinken oder schreiben
Details