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Der Sohn einer radioaktiv verseuchten Frau lebt nach deren Tod beim Opa und als die beiden einen Beweis zu den üblen Machenschaften der hierfür verantwortlichen Firma finden, gerät das Leben der beiden und einer vierköpfigen Campinggruppe durch einen Killertrupp, die die Zeugen beseitigen sollen, in Gefahr.

Der Titel "Plutonium Baby" und die Thematik von radioaktiv verseuchten Menschen lässt einen Partyspaß ala Toxie und Konsorten aus dem Hause Troma erwarten. Leider bleibt es bei der Erwartung, die wegen mangelndem Ideenreichtum und Inhaltsleere nicht erfüllt werden kann.
Dabei ist die erste Hälfte des Films noch recht unterhaltsam. Diese spielt in einem Wäldchen, in dem der Toxic Teen, sein Opa, die Camper und die Killer der Firma sich gegenseitig dezimieren. Witzige Ideen sind hier zu finden, wobei diese zwar nicht ganz ausgereift sind, aber immerhin für heitere Momente sorgen. So wuselt ein anscheinend ebenfalls durch die Radioaktivität verseuchtes Tier durch das Gehölz und attackiert die Zeltfreunde und die entstellte Mutter des Jungen wütet über die Killertruppe hinweg. Von den erhofften Kräften des Jungen sieht man dabei leider sehr wenig. Im Vorspann erfährt man, dass er im Dunklen leuchtet, was man aber nie sieht, er hat eine ab un an pulsierende Wunde am Hals, vertilgt einen Fisch am Stück und kann mit bloßen Händen ohne Hilfe von Gegenständen Feuer machen.
Die zweite Hälfte des Streifens wird 10 Jahre in die Zukunft verlegt, in der der inzwischen junge Mann und die überlebenden Camper in der großen Stadt wohnen, wo ihnen der Firmenboss, der damals in ein Plutoniumfass gesteckt wurde, nun entstellt nachstellt. Dieser Teil des Filmes glänzt durch Langeweile, da kaum noch Nenneswertes geschieht und das überschaubare Geschehen zudem durch lahme Füllszenen wie der Bettenszene, langatmigen Dialogen oder Aerobiceinlagen gestreckt wird. Ein tolles Duell zwischen den beiden Radioaktiven gibts nicht und das Finale ist insgesamt sehr mager ausgefallen.
So dünn wie die Geschichte vor allem im zweiten Teil ist, so schwach sind auch die darstellerischen Leistungen. Die Schauspieler tölpeln hand- und fußlos durch die Szenarien und liefern keine glaubwürdigen Mienenspiele ab. Hinzu kommen schlechte Dialoge, die leider nur selten so schlecht sind, dass sie schon wieder für Heiterkeit sorgen.
Auch bei der musikalischen Untermalung sind keine Höhepunkte auszumachen. Wenn Musik zu vernehmen ist, dann besteht diese aus einfachen Synthesizerklängen, die lustlos herumdudeln und dem Geschehen keine Tiefe geben.
Blutige Effekte sind zwar vorhanden, aber nicht wirklich überzeugend. Immerhin haben die Latexmaskeneffekte, die man zum Beispiel bei der im Dickicht wütenden Mutter oder der Waldratte sieht, einen gewissen Reiz, sofern man denn auf einfaches Handgemachtes steht.

Insgesamt ist "Plutonium Baby" ein kostengünstig inszeniertes und vor allem in der zweiten Hälfte enttäuschendes Filmchen, da der Spaßfaktor deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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