Review

The Bigfoot Project


Ein Campingausflug mit X, das war wohl nix! 

Alternativtitel: Hätteste doch mal besser „Ja“ gesagt. 

Alternativtitel 2: Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Sasquatche zur Paarungszeit

„Willow Creek“ taucht immer mal wieder in Found Footage-Geheimtipp- oder Bestenlisten auf - was ich mir null erklären kann. Für mich ist das Ding einer der schwächeren Ableger seines Subgenre, zwischen langweilig und unsäglich pendelnd. Im Endeffekt ziemlich vergeudete Zeit für mich, ich kann es nicht anders sagen. Und dabei mag ich das Subgenre eigentlich! Wer das nicht tut, für den kann dieser zahme, fahle Bigfoot-„Schocker“ definitiv, trotz nur 80-minütiger Laufzeit, zu einem echten Ärgernis werden... Wir folgen einem Pärchen in die Wälder und Berge, wo einst in den 60ern die berühmten Aufnahmen des Bigfoot gemacht wurden. Der Mann ist etwas davon besessen, die berühmte Sagengestalten zu finden und näher „kennenzulernen“, seine Freundin ist eher etwas genervt und glaubt absolut nicht an den „Sasquatch“. Doch es kommt natürlich, wie es kommen muss, und nach einer laaangen Einführung hören sie draußen vor ihrem Zelt Stöcke knacken und Heulgeräusche... 

„Das ist mir zu wenig Leute, ganz ehrlich!“ Das und wesentlich bösere, fluchendere Gedanken kamen mir immer wieder während „Willow Creek“ in den Kopf, der am ehesten noch als bitterböse, schwarzhumorige und leicht perverse Komödie funktioniert - wenn man auf die Details achtet und sie im Nachhinein zusammensetzt. Doch selbst mit dieser Interpretation als „Bigfoot sucht Frau“-Satire - sorry, Herr Goldthwait, aber das reicht nicht. Sein Monster lange nicht zu zeigen und so Spannung aufzubauen, ist eine alte und bewährte Taktik - aber Bigfoot bzw. die Gefahr NIE zu Gesicht zu kriegen, ist schlicht enttäuschend und lächerlich und eine Unsitte. Zudem schlugen die humoristischen Untertöne bei mir (zumindest während der Sichtung) nie genug durch, Spannung und Panik allerdings noch weniger. Sodass im Endeffekt auf dem Papier 45 Minuten zäher Prolog, 20 Minuten „Zelt mit Geräuschen drumrum“ und am Ende 10 Minuten Herumlaufen ohne Sinn und Empathie bleiben - und das, da wiederhole ich mich gerne, ist einfach zu wenig. Viel zu wenig. Witzig und meine Verbindung zu ihm immerhin etwas unterstützend war nur, dass die männliche Hauptfigur meiner Meinung nach große Ähnlichkeiten mit Mike Kalinowski aus dem Movie Trivia Schmoedown hat. Ansonsten: tote Hose! 

Fazit: einer der fauleren, lahmeren, blasseren Found Footage Filme da draußen. Nur für absolute Bigfooterianer! 

Details
Ähnliche Filme