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Die Geschichte von Allie (gespielt von Elisabeth Röhm) die durch einen Unfall blind wird und Mann und Tochter verliert, und wie sie dann mit dem Leben klar kommt auch wenn es Menschen gibt die es nicht gut mit ihr meinen, ist recht einfach und unspektakulär gehalten. Die zurückhaltende und nach Budgetbeschränkung riechende Umsetzung passt eher zu einem TV-Drama. In immer wieder gleich arrangierten Szenen wird versucht Spannung aufzubauen, aber neben logischen Inkonsistenzen beeindruckt das ganze Setup der Story nicht wirklich nachhaltig. Dabei ist IN THE DARK alles andere als Trash, ist hochwertig gefilmt und technisch ordentlich umgesetzt.

Einzig der permanent wabblende Musiksoundtrack-Teppich könnte ein wenig auf die Nerven gehen. Den Machern gelingt es durchaus eine Mystery-Thriller Atmosphäre zu erzeugen, aber durch die augenscheinliche Ereignisarmut wird der Zuschauer dramaturgisch und von der Spannung her nicht wirklich bei der Stange gehalten. Schauspielerisch kann Elisabeth Röhm noch das Maximale aus dieser Ausgangssituation herausholen. Ihr Gegenspieler (ohne mehr zu verraten) verbleibt blass und wirkt fast unerfahren dagegen.

Viele Szenen wirken wie hundertmal gesehen und vor allem schon besser. Das recht nach Horrorfilm aussehende Cover täuscht über einen in jeder Hinsicht durchschnittlichen und gemäßigten Beitrag hinweg. Von Horror oder Goreeffekten ist keine Spur zu sehen, auch wenn IN THE DARK dies natürlich nie behauptet hat. Hintergründe der diversen Handlungsstränge sind auch nicht zu erfahren und so kann ich den recht seriösen, aber auch konservativen Beitrag noch nicht einmal für eine einmalige Leihsichtung empfehlen. Er wird leider in Vergessenheit geraten.

3/10 Punkten

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