Wegwerfware...20.02.2015
Staatsanwalt verursacht Unfalltod, verklagt dafür einen schuldlosen Dritten, wird aber in der Folge von diesem geplagt, da der Dritte den Tod seiner eigenen Familie noch nicht verwunden hat.
Meine Güte, welch unglaubliche Verschwendung einer spannenden und moralisch interessanten Ausgangslage . Die erste halbe Stunde vermag zu überzeugen, da werden die Personen eingeführt ( im Falle des Staatsanwalts eine völlige Fehlbesetzung...was ein dünnes Bübchen! ), es entsteht eine Folge von Fehlentscheidungen und die daraus resultierenden Unfallsituation. Prima gemacht, spannend, dann auf ins Gericht...das kennt man so, und wenn man Gerichtsthriller mag, wird man sich wundern, denn der Part im Gerichtssaal ist schneller vorbei, als man "Einspruch" rufen kann. Und schon sind sie da, die logischen Brüche, die offensichtlichen Fehler, die dummen Dialoge, das Fehlverhalten der Beteiligten.
Das führt alles weg vom spannenden Thriller, dafür hin zu standardisierter Dutzenware. Jackson spielt auf Autopilot, Krankenschwester Jeanie aus Emergency Room versagt als Polizistin hier auf ganzer Linie, doch dem Film das Genick bricht die Unsumme an "Heureka"-Momenten, verknüpft mit völlig unglaubwürdigen Situationen, die ich im Einzelnen nicht aufzählen mag. Ein Thriller soll fesseln, soll den Betrachter bei der Stange halten, soll mit intelligenten Wendungen überzeugen, doch all das findet man hier nicht. Und so ist der Streifen maximal geeignet für einen Abend, an dem man müde ist und nicht viel besseres zu tun hat, weil er eines ist: kurz. Muß man nicht gucken, wirklich nicht...5/10.