A Clockwork Boring
"Final Girl" ist kurz, knackig und... wirklich mager. Richtig Langeweile kommt zwar nicht auf (dank superkurzer Laufzeit) & der Slasher sieht scharf aus, bietet dazu eine interessante Grundidee, in der ein junges Mädchen vom Opfer zur Jägerin einer Bande Killer-Jungs wird. Allerdings war es das schon an Gründen dem Werk eine Chance zu geben. Hintergründe bleiben nicht nur vage, sie werden noch nichtmal angedeutet & die Charaktere gehen einen nichts an. Eine Wannabe-Alptraum-Atmosphäre kann das nicht entschuldigen. Da rate ich jedem eher zum ähnlich klingenden "The Final Girls", der zehnmal mehr Spaß macht.
Die Bande der sadistischen Jungs hat zwar eine paar nette frische Talente & Abigail Breslin ist interessant anzusehen. Allerdings kommt bei dem umgekehrten Girl-Hunt-Szenario weder Spannung noch perfider Fun auf. Selbst Schock oder Härte sucht man vergebens. Kein Gore, lahme Kills, Halbstarken denen man ihre Kämpfe nur ganz selten abkauft. "Final Girl" hat mich enttäuscht. Selbst bei niedrigeren Erwartungen & B-Movie-Bonus geht man hier enttäuscht in den plötzlichen Abspann. Eine Killerbraut sieht anders aus, ein Killerfilm erst recht. Weder Kubrick noch Lynch, eher DTV untere Reihe. Zum Glück schnell vergessen.
Fazit: es hätte ein so schöner Twist aufs Final Girl werden können - leider wurde es ein möchtegern-schicker Reverse-Slasher, der einen komplett kalt lässt & eine der unterentwickeltesten Stories bietet, die es in den letzten Jahren geschafft hat, in halbwegs ordentlicher Manier produziert zu werden. Zeitverschwendung!