Traut nicht ihren Augen
In einer amerikanischen Kleinstadt geht das Leben eher gemächlich vor sich hin. Eines Tages allerdings geschieht etwas merkwürdiges: Alle Einwohner inkl. Tieren fallen für ein paar Stunden in Ohnmacht und auch den Polizisten der herbeigerufenen Polizei geht es nicht besser.
Nach und nach erwachen die Menschen wieder aus ihrem Tiefschlaf als ob nichts gewesen wäre. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass 10 Frauen schwanger sind, ohne dass vorher Geschlechtsverkehr stattfand. Das ruft Gesundheitsbeamtin Susan Verner (Kirstie Alley) auf den Plan. Sie hat die Vermutung, dass die Schwangerschafen in Zusammenhang mit der Ohnmachtsphase stehen.
Eines der 10 Kinder stirbt bei der Geburt, welches sie vorsorglich zur genaueren Untersuchung mitnimmt. Die anderen 9 sind sich auf seltsame Weise ähnlich und verhalten sich schon als Babies seltsam. Scheinbar haben sie die Kraft, die Gedanken der Erwachsenen zu kontrollieren. So wächst in dem kleinen Ort eine fast unbeherrschbare Bedrohung heran.
John Carpenter hat einige wirklich exzellente Filme aus dem Horrorbereich auf dem Kerbholz, das Remake von Das Dorf Der Verdammten gehört aber mit Sicherheit nicht dazu.
Die grundsätzliche Idee mit den außerirdischen (?) Kindern, die per Gedankenkontrolle Menschen umbringen ist zwar prinzipiell gut, an der Umsetzung hapert es aber doch recht stark. Das Problem ist, dass der Film trotz der normalen Laufzeit von 90 Minuten nicht wirklich in die Gänge kommt. Die unsichtbare Macht, die für den Ohnmachtsanfall verantwortlich ist lässt nicht lange auf sich warten, danach allerdings plätschert die Story mehr schlecht als recht vor sich hin.
Wirkliche Spannungsmomente gibt es bis auf den Showdown mit der Zeitbombe nicht und auch die wenigen (recht gelungenen aber größtenteils harmlosen) Morde können nicht darüber hinwegtäuschen, dass gute Ideen ansonsten eher rar gesät sind.
Für einen Horrorfilm immens wichtig ist die düstere Atmosphäre, an der es hier ebenfalls mangelt. Die meiste Zeit spielt der Film tagsüber, was dazu führt, dass sich das Gruselfeeling nicht so recht einstellen mag. Auch muten die leuchtenden Augen der Kinder zum Schmunzeln als zum Fürchten an.
Schauspielerisch bewegt sich alles im okayen Rahmen, mit Christopher Reeve, Kirstie Alley und Mark Hamill waren auch ein paar (Semi)große Namen am Start, wobei man Hamill in der deutschen Fassung eine absolut unpassende und unmotivierte Stimme gegeben hat.
Leider kenne ich das Original nicht, daher besteht keine Vergleichsmöglichkeit. Ich denke aber einfach mal, dass es doch etwas besser als das Remake ist. Alles in allem ein mittelmäßiger Carpenter-Film, den man mal anschauen kann, aber nicht in der Sammlung stehen haben muss.