Review

Abteilung John Carpenter und die unbefleckte Empfängnis

Im kleinen Städtchen Midwich kommt es zu seltsamen Ereignissen. In einem ganzen Bezirk werden alle Leute bewusstlos. Später stellt sich heraus, das in dieser Nacht 10 Frauen schwanger geworden sind. Neun Monate später erblicken ihre Kinder gleichzeitig das Licht der Welt. Wie sich herausstellt sind die Kinder von erschreckend überragender Intelligenz. Was brühten sie auf der Erde aus? Sind sie die Ausgeburt des Teufels?

Zu meiner Schande muß ich gestehen das 60er Original nicht zu kennen, sondern lediglich Carpenters Remake. Auch wenn der Regisseur sonst höhere Budgets gewöhnt ist, spürt man aber auch hier seinen Stil, den tollen selbstgemachten Score und die generell unheimliche Atmosphäre aber immer noch durch.
Das Geschehen selbst nimmt recht schnell seinen Lauf. Ein Michael Pare beispielsweise hatte Mühe die Anfangscredits zu überleben, denn der kollektive Blackout von Midwich und damit zusammenhängende Todesfälle kommt bereits nach wenigen Minuten. Niemand kann sich den Vorfall der auftretenden Schwangerschaften erklären (meine Therorie, neben den drei Vorgestellten, wäre ja ein Massenvergewaltiger mit zuviel KO-Gas im Keller gewesen, aber nööö), da sonst keinerlei körperliche Schäden entstanden sind.
Es gelingt danach recht gut eine Spannungskurve und steigende Bedrohlichkeit zu vermitteln, denn die platinblonden Blagen sehen nicht nur komisch aus und sind hyperintelligent, sie entwickeln auch zusehends die Fähigkeiten Gedanken zu lesen und sogar Menschen mittels ihres Willens zu manipulieren. Dies führt nicht nur zu einigen skurrilen Todesfällen und einer bodycountintensiven Schlacht zwischen Cops und Soldaten, sondern sogar zu einer weltweiten Bedrohung.
Insgesamt ein idealer Film für alle Kinderhasser. Unklar bleibt dabei der Auslöser der ganzen Geschichte, Carpenter lenkt den Verdacht der Zuschauer zwar in Richtung Außerirdischer, aber klar wirds nie so recht. Auch warum einer der Kids doch anfängt menschlich zu agieren bleibt im dunklem, auch hier wieder nur eine Andeutung das seine Partnerin bei der Geburt starb. Da häte man vom Storytelling präziser sein können. Vermutlich wollte man da eine Fortsetzung abwarten, das Ende läßt jedenfalls den Schluß zu das die Geschichte weitergehen sollte.
Village of the Dammed ist zwar sicher nicht Carpenters bestes Stück, bietet aber locker noch gepflegte, horrible Unterhaltung. Der Augeneffekt ist gut gemacht und der Abgang von Kirsty Alley durch Selbstsezierung wirkt sehr hart, obwohl er nicht mal im Bild ist. Wenn jetzt nur noch einer die vielen offenen Fragen beantworten könnte...
7/10

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