Carpenter’s Remake eines echten Science Fiction Klassikers erreicht leider nicht mal annähernd die Qualität des Originals von 1960 und das ist für einen Film von 1995 zu wenig.
Die Geschichte eines kleinen Städtchens (jetzt liegt es halt in den USA statt in UK) wo alle Einwohner in einem mysteriösen Blackout einschlafen und man halt kurz darauf feststellt, dass alle gebärfähigen Frauen schwanger sind, ist von der Story eigentlich genial.
Nur kommen die Psychoelemente bei Carpenter leider nur im Ansatz wirklich fesselnd und schockierend rüber.
Die durch eine fremde Macht gezeugten Kinder sorgen zwar auch hier durch ihre Fähigkeit der Gedankenbeeinflussung schnell für die ersten Opfer und wirken durch den Kontrast ihres Kinderkörpers und der Gefühlskälte sehr beklemmend, nur wurde hier durch sinnfreies Geplänkel und viele Längen dieser Zustand nicht aufrechterhalten und verliert sich mit zunehmender Laufzeit des Films.
Trotzdem sind einige Szenen wirklich gelungen und gerade die Besetzung der Kinder ist klasse und schauspielerisch einwandfrei. Auch Christopher Reeve überzeugt in seiner Rolle und stellt sein Pendant aus dem Original in den Schatten. Eine krasse Fehlbesetzung ist meiner Ansicht allerdings Kirstie Alley. Ihr kauft man die Wissenschaftlerin überhaupt nicht ab und ihre Mimik beschränkt sich auf zwei Gefühlszustände.
Das zieht den Film leider sehr nach unten, da dieser Part ja eine tragende Rolle spielt.
Gerade von Carpenter hätte man sich auch in den Schockszenen etwas mehr erhofft. Hier hätte eine kleine Portion mehr Gewaltdarstellung einiges ausmachen können. Da es sich bei dem Film eh nicht um einen klassischen Familienfilm handelt, hätte man das ruhig machen können (müssen).
So bleibt unter dem Strich zwar eine kurzweilige Unterhaltung mir Längen in der Story, von einem echten Filmvergnügen kann leider keine Rede sein.
Durch den guten Reeves und sehr gute Kinderdarsteller kann man aber immerhin noch so gerade die Empfehlung zum Anschauen geben.
Knappe 6 Punkte.