Review

Tja, Helge halt oder?

Ich meine, entweder man liebtn Helge Schneider, oder man hasst Helge Schneider. Ein, na ja geht so, oder, eigentlich ganz witzig gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Und doch sind seine Filme immer wieder und al zu oft nicht mehr als nur Mittelmaß. Das Helge Schneider ein Talent ist und es versteht sein Publikum und vor allem sein Fans zu begeistern steht außer Frage. Er zieht sein Programm von A-Z durch, ob da ein Saal gefüllt ist oder auch nur zehn Mann sitzen, Helge ist Helge und das
zu Recht.

Dennoch ist auch „Im Wendekreis der Eidechse“ wieder einmal nicht mehr als nur Mittelmaß und weißt starke Schwächen auf. Wie ist das bei einem Helge Schneider Film? Gut die Hälfte des Films wird wahrscheinlich während der Dreharbeiten spontan entstanden sein und Helge ist wie immer mit einer Kamera am Wochenende losgezogen und hat drauf los gefilmt. Aber auch wenn man dem Film seine gute Momente und Lacher nicht absagen kann, ist und bleibt der Film im Großen und Ganzen ein Schuss in den Ofen. Denn nicht nur das Herr Schneider offensichtlich keinen Plan hatte was der Film nun eigentlich aussagen solle, ebenso wenig wie eine gradlinige Geschichte
verfolgt und mir persönlich Helge einmal zu oft in die Tiefgarage fährt, kann
der Film den Zuschauer in keiner Minute richtig fesseln.

Fazit: Helge ist zurück mit einem neuen Kunstwerk, was wir alle wahrscheinlich erst nach seinem Tod eines Tages richtig würdigen werden und Kritiker wie mich eines besseren belehrt werden.
Ein Film der ohne Schauspieler (sorry aber es sind keine) auskommt und eine, ich will mal sagen Geschichte zeigt, die nicht so richtig durchdacht scheint. Warum alles passiert wie es passiert ist nur Schneider selber klar denke ich und auch die restlichen Darsteller schauen meist verwundert und wissen nicht wie sie auf die Performance seitens Helge reagieren sollen. Einfach Kamera laufen lassen und dann fängt die sicher schon was halbgares ein lautete wohl das Motto unseres lieben Helge Schneiders hier. Das man sicher in der einen oder anderen Szene auch mal herzlich lachen darf versteht sich von selbst, denn auf den Kopf gefallen ist unser Freund ja nicht. Vor allem die Szene mit dem Stuhl, die man schon aus dem Trailer kennt, ist ein echter Brüller. Leider bleiben nicht viele solcher tollen Ideen und der Film verkommt zu einem Machwerk was wieder einmal nur Helge Fans vom Stuhl reißen wird. Ich konnte mich leider nicht so gut amüsieren wie ich das gedacht und auch gewollt hätte und muss abschließend sagen, dass ich diesen Film wohl nicht mehr anschauen werde.

Persönliche Wertung: 5/10
Halbgares Helge-Kino und sicher nur was für Hardcore-Fans, leider.

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