kurz angerissen*
Schneiders Werke entschwinden zunehmend in die absolute Ereignislosigkeit, so wie sich eine immer langsamer werdende Zeitlupe der Nullgeraden einer Pause-Einstellung annähert. Eine komödiantische Vorhölle des Wartens auf die Pointe, die nicht geschieht, oder wenn doch, dann aus einer ganz anderen Richtung als erwartet. „00 Schneider“ - Eine Fortsetzung dem Namen nach, werkelt der eigenbrötlerische Komödiant gezielt Edgar-Wallace’sche Motive und andere aus dem deutschen Film der 60er Jahre heraus und labt sich an ihrer Altbackenheit. Was der Zuschauer alles ertragen muss, wenn er fade Miethauseinrichtungen, lächerlich zischende Echsenmenschen und natürlich das Getänzel des Meisters im Trenchcoat zu Gesicht bekommt… selbst für Erprobte des Seiltänzers zwischen hoher Kunst und Mühlheim-Klamauk ist das harter Tobak. Zur Reflektion indes bekommt man allerlei Gelegenheit, die sich durch ellenlange Einstellungen bietet, in denen schlichtweg nichts geschieht. Zumindest auf der Leinwand nicht; im Inneren des Zuschauenden sieht es da schon anders aus.
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