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Im Zuge diverser Hai-Mutationen bilden die Lawinen-Haie wahrscheinlich noch nicht einmal die Spitze des Eisberges, denn seit die Viecher einen Supermarkt überfielen, sind sie nahezu überall anzutreffen. Zwar folgt der Streifen üblichen Genrekonventionen einschließlich des ignoranten Bürgermeisters, doch Freude will selbst bei eingefleischten Trashfans kaum aufkommen.

Die Woche des Spring Breaks führt viele Skitouristen in die verschneiten Berge von Twin Pines, auch Marine Wade und seine Freunde. Als jedoch einige Skifahrer spurlos verschwinden und der vogelige Duffy von Haien im Schnee und einem alten Indianerfluch faselt, wird die Gruppe zwangsläufig aktiv...

Zwar drückt die Erzählung ordentlich auf die Tube und die ersten zerfetzten Leichen lassen nicht lange auf sich warten, doch der Anblick der billig in den Schnee projizierten Computerflossen lässt für den weiteren Verlauf nichts Gutes erahnen. Denn obgleich es zu einem ordentlichen Bodycount kommt, schlagen die Haie eher unspektakulär und meistens blitzartig zu, Konfrontationen mehren sich lediglich zum Finale und auch sonst fällt die Zusammensetzung der Figurenkonstellation nicht sonderlich sympathisch aus, zumal sich Dumpfbacken und Querschläger so in etwa die Waage halten und alle fünf Minuten ein Dialog auf unterstem Stammtischniveau ergibt.

Zudem fallen die Erklärungen für die Kreaturen reichlich dürftig aus, denn mal wieder muss ein Indianerfluch herhalten, was allerdings nicht erklärt, warum die Viecher zwanzig Jahre lang untätig blieben. Immerhin wird durch diverse Szenenwechsel einigermaßen Abwechslung geboten, einige Abfahrten sind halbwegs dynamisch gefilmt, nur der Score bleibt bei alledem komplett austauschbar, während es die Mimen auch sind und niemand überdurchschnittlich performt.

So prahlt der Besitzer des Resorts mit seiner Angebotsvielfalt, vier Mädels wollen einfach nicht aus dem Whirlpool, der Streit eines Paares endet gewissermaßen radikal und am Ende trägt eine Randfigur zum scheinbaren Ende des Spuks bei. Kurze Anspielungen auf "Sand Sharks" gehen nahezu unter und wenn selbst eine Lawine per CGI in Szene gesetzt werden muss, kann es mit den künstlerischen Ambitionen nicht weit her sein.

Entsprechend witzlos kommt "Snow Sharks" im Gesamtbild daher, auch wenn er über die Laufzeit von 82 Minuten nicht allzu viele Durchhänger aufzuweisen hat und das flotte Erzähltempo einigermaßen bei Laune hält. Austauschbare Figuren, üble CGI und weitgehend spannungsfreie Konfrontationen führen zu einem leidlichen Unterhaltungswert, der in Sachen Tierhorror auch bei geringem Anspruch nicht allzu doll ausfällt.
4 von 10

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