Ein von Mexiko aus herziehender Tornado trifft die Küste Kaliforniens auf unvorhergesehene Weise, indem er einen gewaltigen Haifisch-Schwarm aus dem Ozean quasi "aufsaugt" und die hungrigen Raubfische stürmisch an Land verteilt. Nachdem es zu katastrophalen Überschwemmungen gekommen ist, versucht der Surfer-Dude Fin Shepard samt Ex-Ehefrau April, Töchterchen Claudia und einigen weiteren Überlebenden verzweifelt, sich der gefrässigen Haie zu erwehren und das fischige Desaster mit heiler Haut zu überstehen... Die Billig-Produktionsklitsche The Asylum und der amerikanische Syfy-Channel dürften ganz schön frohlockt haben, als dieser Mix aus Katastrophen-Filmchen und Tierhorror-Streifen auf C-Niveau ganz unerwartet viral gegangen ist und sich - Social Media sei Dank - nicht nur bei harten Trash-Fans, sondern auch beim "normalen" Publikum als relativer Renner entpuppt hat... und sogar den ehemaligen "Beverly Hills 90210"-Star Ian Ziering im selben Aufwasch nochmal aus der Versenkung geholt und zu einer Art Comeback verholfen hat. Sachen gibt's, die gibt's gar nicht. Der bizarr-kuriosen Grund-Idee, die in diesem ersten Teil jedoch noch einigermaßen "ernsthaft" durchgespielt wird, ist es dann auch sicherich zu verdanken, dass "Sharknado" ein derartiges Interesse auf sich ziehen konnte... und viel mehr hat der Streifen dann tatsächlich auch nicht auf der Pfanne, denn handwerklich dümpelt die Chose irgendwo auf demselben niedrigen Niveau rum wie schon sämtliche The Asylum-Produktionen zuvor und das gesamte Erscheinungsbild macht ob der hingehuschten CGI-Effekte und der zahllosen Anschluss-Fehler einen katastrophaleren Eindruck als das Unwetter im Film. Da passen die Wetter-Verhältnisse selbst bei Umschnitten INNERHALB einzelner Szenen nicht zusammen, da ist der Himmel während eines behaupteten aufziehenden Hurricanes immerzu wolkenfrei und auch sonst scheint hier vorwiegend die Sonne. Nun ja. Um so richtig in Disaster-Porn-Manier abzuliefern reicht die Kohle natürlich vorne und hinten nicht aus, was irgendwie schade ist, denn an und für sich ist "Sharknado" nicht wirklich sehr viel blöder als das, was sonst so als Möchtegern-Blockbuster aus Hollywood in die Kinos schwappt und eigentlich bräuchte er nur 150 Millionen Dollar Budget und einen Michael Bay auf dem Regie-Stuhl, um so wirklich zu funktionieren. Dieses erste Mal kann man die Angelegenheit als Jux dennoch gerade noch so knapp durchwinken, bei den im Jahrestakt rausgeschissenen Fortsetzungen ist das dann aber leider nicht mehr der Fall...
4/10