13 Sins - Spiel des Todes ist ein netter und unterhaltsamer Thriller, der es versteht, gut zu unterhalten, der sich diverser Anleihen aus anderen Filmen bedient, bei dem man aber am Ende nicht das Gefühl hat, seine Zeit verschwendet zu haben.
Worum geht es?
Gleich zu Beginn startet der Film mit seiner vielleicht unappetitlichsten Szene...
wenn ein verdienter Professor scheinbar ohne Grund während einer Ehrung seinethalben seinem Laudator einen Finger abschneidet.
An dieser Stelle weiß der Zuschauer noch nicht, was hinter dieser blutigen Tat steckt, denn es wird zu Elliot Brindle, einem erfolglosen Händler, geschnitten, der in der darauffolgenden Szene seinen Arbeitsplatz verliert. Seine Situation ist verzweifelt, hat er doch eine schwangere Verlobte, einen geistig zurückgebiebenden Bruder, um den er sich kümmert, und einen rasisstischen Vater, der seine farbige Freundin ablehnt, und ebenfalls auf seine Unterstützung angewiesen ist. Elliot weiß nicht mehr weiter, da bekommt er am Telephon ein ungewöhnliches Angebot. Wenn er die Fliege, die ihn gerade drangsaliert, tötet, bekäme er $ 1000 auf sein Bankkonto gut geschrieben. Brindle erfüllt diese Aufgabe und stellt fest, dass er tatsächlich im gleichen Augenblick das Geld bekommen hat. Er kann jedoch seine Verwunderung gar nicht auskosten, denn schon bekommt er die zweite Aufgabe...
er soll die Fliege essen, dann bekäme er die doppelte Summe gut geschrieben. Auch dieses tut er und denkt, das ist leicht verdientes Geld. Er geht einen Pakt mit seinen unbekannten Auftraggebern/Beobachtern ein...
wenn er alle 13 Aufgaben, die sie ihm stellen wollen, bewältigt, winke ihm das Preisgeld von $ 6.000000. In der verzweifelten Lage, in der er sich befindet, willigt Elliot ein und macht sich an die Lösung der nächsten Aufgabe...
er soll ein Kind im Park zum Weinen bringen. Trotz nagender Gewissensbisse kann er auch diese Aufgabe lösen...
nur werden die Aufgaben von Runde zu Runde perfider (u.a. muss er einem anderen Teilnehmer dieses "Spiels" die Beine amputieren).
Elliot Brindle wird immer wieder vor die Entscheidung gestellt, entweder er erfüllt die ungewöhnlichen Wünsche seiner Auftraggeber oder er verliert alles...
alle Einsätze, die er bisher gewonnen hat und vor allem die Straffreiheit, die man ihm zugesichert hat, wenn er das Spiel siegreich zu Ende bringt.
Der Film ist in allen belangen routiniert und sicher abgedreht worden. Die Schauspieler agieren sicher und überzeugend, sofern sie dem insgesamt wenig überraschenden Drehbuch folgen (das hat man doch alles irgendwo anders schon einmal und vor allem besser gesehen).
Kamera, Ton und Regie reihen sich hier ein.
Wie gesagt, es ist ein unterhaltsamer Film, wenngleich er an der Kinokasse nicht ganz so erfolgreich war. Dies mag auch darn liegen, dass viele Zuschauer gedacht haben - "he, so oder so anders habe ich das doch schon einmal gesehen".
Also schaut euch den Film an, man kann seine Zeit auch viel sinnfreier totschlagen.