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Erstaunlich: Von zahlreichen Skandalfilmchen wurden bereits etliche DVD-Ausgaben veröffentlicht, von DIE LETZTE FRAU jedoch nicht...

Zum Inhalt des Films:
Gérard, von Beruf Ingenieur, ist ein alleinerziehender Vater. Gemeinsam mit seinen kleinen Sohn lebt er in einem tristen Wohnblock. Von seiner Firma beurlaubt und von seiner Frau verlassen, hat er in seinem Leben nicht wirklich viel Glück. Dies ändert sich, als er die Erzieherin Valerie kennenlernt. Es dauert nicht lange, bis diese die Mutterrolle seines Sohns übernimmt. In der Abgeschiedenheit der kleinen Wohnung kommt es jedoch schon bald zu immer gröberen Konflikten. Valerie leidet unter Gérards Rücksichtslosigkeit und seinem Imponiergehabe. Eines Tages geschieht dann etwas unvorstellbares...

DIE LETZTE FRAU ist ein beeindruckender Film von "Skandalregisseur" Marco Ferreri. Der Film aus dem Jahre 1976 ist ein nachdenklich stimmendes Werk über ein desolates Verhältnis zwischen Mann und Frau.

Nebst der doch sehr überraschenden, derben und auch erstaunlich grafisch dargestellten Schock-Szene kurz vor dem Filmende – die man in vergleichbarer Art nur in IM REICH DER SINNE (1976) oder einem Sexploiter wie GEFANGENEN-EXPRESS (ebenfalls 1976) findet –, sind auch einige Sexszenen überraschend explizit. Die beiden Weltstars Gérard Depardieu und Ornella Muti sind öfters splitternackt zu sehen, Depardieu sogar einmal mit bestens durchblutetem Penis.

Gesamtatmosphäre, Regie, die schauspielerischen Leistungen der Hauptakteure, viele der Dialoge usw. sind allesamt hervorragend. Und so kann man problemlos einige kleinere Story-Durchhänger verzeihen.

7,5 Punkte

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