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Die Kinokarten für del Toros PACIFIC RIM wurden gerade klargemacht und da kommt auch schon wie immer perfekt getimt THE ASYLUMS passender Mockbuster ATLANTIK RIM. Auf diesen hat die Welt nicht wirklich gewartet und wie im wahren Leben ist der Atlantik nicht so gewaltig wie der Pazifik. Aber sicher schneller als beim Original ist nach nur 3 Minuten ist das riesige Monster schon im Bild und die einzige Frage die verbleibt ist doch, ob ATTACK FROM THE ATLANTIK RIM die wahren Trash-, Monster- und Botfans unter uns noch einigermaßen Unterhaltung bieten kann? Eins kann ich versprechen, der Film ist von Anfang an mit Action gesegnet und außer im Mittelteil kann man ihm Langweile nicht vorwerfen.

Ich wiederhole mich hier immer wieder, aber das ewige Geschrei ein Film wie dieser wäre "Betrug", "Geldmacherei" oder "ja gar nicht das Original" sind kurzsichtig und bringen doch nicht weiter. Was soll man denn sonst von dem Trashlabel THE ASYLUM erwarten? Das setup ist übrigens das gleiche wie beim großen Vorbild. Ein riesiges Alienvieh typischer Erscheinung der Asylum-Marke "Dinogator" gekreuzt mit einer Riesenechse und einem Seemonster, nur dutzende von Metern groß mit lustigem Gesicht, taucht auf und unsere tapfere Crew aus 3 Hauptdarstellern betritt mit dem Spruch "Wir sehen uns in den Bots, Bit..es" ihre 3 wolkenkratzergroßen Bots und nehmen den Kampf auf.

Wie ist die Qualität der CGIs die ja entscheidend für den Spaßfaktor bei einem sich nur durch die Effekte qualifizierenden Filmchens? Die bösen Monster leiden unter den üblichen Budgetbeschränkung und sind leider nicht so oft in voller Größe im Bild und ist im gewohnten konturenlosen Grau gehalten. In einer zentralen Kampfszene an einem Strand ist eins von ihnen allerdings ganz gut im Bild und in seiner echsenhaften Schlankheit wirkt es längst nicht so gewaltig wie sein größerer Bruder in PACIFIC RIM. Die Bots hingegen sind wirklich gut gelungen und wenn sie langsam herabgelassen werden glaubt man sich in einem viel teueren Film.

Die Kämpfe selbst leiden natürlich auf unter der naturgegebenen Budget-Beschränkung und enthalten eine sehr bescheidene Choreografie und langsame und meist ähnliche Bewegungen die denen unter menschlichen Kämpfern nachempfunden sind. Unnötig zu erwähnen, dass die Dialoge recht klischeehaft und hölzern geraten sind, aber sie funktionieren in ATLANTIK RIM ganz gut und wir haben schon viel schlechtere Dialoge gehört und auch die deutsche Synchronisation geht völlig in Ordnung. Die handvoll Hauptcharaktere strahlen durchaus Sympathie aus und man nimmt ihnen das Kämpferherz gerne ab.

Nach der oben genannten größeren Actionszene gibt es im Mittelteil actionseitig eine Menge Lehrlauf als man versucht etwas das Sozialgefüge der Protagonisten zu beleuchten. Wer braucht das schon in einem Trashmonsterfilm? Ohne diese laue Einlage hätte ATLANTIK RIM locker ein Pünktchen mehr verdient. Aber in den letzten 15 Minuten dreht man die Actionspirale wieder auf und versucht sich an THE AVENGERS ähnlichen Zerstörungsorgien in New York.

Die Riesenechse wird mit einer in der Superheldenwelt historisch durchaus üblichen Art und Weise final bekämpft und am Ende spielt ATLANTIK RIM seinen gesamten trashigen Charme aus. Verpasst hat man nichts wenn man sich das Filmchen nicht reinzieht, aber für Monstertrash-Komplettisten die sich im THE ASYLUM-Universum auskennen ist ATLANTIK RIM durchaus einen Blick wert.

4,5/10 Punkten

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