„Brothers In Arms“ ist ein ziemlich unbekannter garstiger Streifen in der Tradition von „Deliverance“. Einige Szenen sind von ähnlicher Machart in die Handlung übernommen wurden. Darunter auch eine unangenehme Vergewaltigung. Überhaupt, gibt es doch einiges an Gewalt und Menschenverachtenden Szenen in diesem Movie. George Jay Bloom III geht in einen bisher einzigen Film, nicht gerade Freundlich mit den Charakteren um. So unterscheiden sich auch die Hinterwäldler kaum von den Stadtleuten. Da beide Parteien sich skrupellos Fertigmachen. Die einen im göttlichen Glauben, die andern aus Rache und Verzweiflung. Wie gesagt, geht es dabei einige Male doch derbe zur Sache. Ob eine Kreuzigung, Folterung, auspeitschen, Quälen oder blutige Einschüsse. Erstaunlich das alles Uncut durch die damalige FSK gegangen ist.
Obwohl der Film sicherlich nicht besonders teuer war(einer der frühen Produktionen von Mark Gordon, Produzent u.a. von „Speed“ und „Tomb Raider“), wirkt nichts billig und mehr als Solide. Über Regie, Technik und Kamera kann man sich wahrlich nicht beklagen und vor allem der sehr gute Score von Alan Howarth (dem Partner von John Carpenter in etlichen Filmen wie „Escape From New York“ oder „They Live“) kann immer wieder Spannung erzeugen. Gerade wegen der Ähnlichkeit zu Carpenters Werken. Damit ist halt diese unterschwellige bedrohliche Stimmung gemeint.
Auch die Darsteller agieren für einen B-Film über den Durchschnitt. Todd Allen („Witchboard“, „Wyatt Earp“) wandelt sich gelungen vom Weichei zum skrupellosen Kämpfer, Dedee Pfeiffer (Schwester von Michelle) muss ganz schön leiden und wirkt dabei wirklich missbraucht und Charles Grant („Delta Force“, in „P.O.W.“ als Charles Floyd) ist der Große Bruder der Todd Allen unter falschen Vorwand zum Rachetrip lockt und hätte 20 Jahre früher als perfekter Italo Westernheld durchgehen können. Auch die Hinterwäldler, angeführt von Altstar und Regisseur Jack Starret („Cleopatra Jones“) können in der üblichen kranken Vorgehensweise den Terror so rüberbringen, wie es sein muss. Unter ihnen auch „X-Files“ und „Shocker“ Darsteller Mitch Pileggi als brutaler Caleb. In einer kleinen Nebenrolle als Stadtarschloch gibt es ein wieder sehen mit Fred Olen Ray Standard Darsteller Jay Richardson, der durch einen, sehr blutigen, Einschuss den Löffel abgeben darf.
Fazit: Gelungener und harter Backwood Reißer, der aber durch viele zynische und brutale Szenen, einige gegen den Strich gehen könnte. Durch die mehr als solide Arbeit, vor und hinter der Kamera und vor allem durch den guten Score liegt er aber über dem Durchschnitt der sonstigen Backwood Filme.