Der Trailer zu "Party Invaders" und auch die Story erweckten bei mir großes Interesse, diesen Film zu sichten. Hinter der Kamera stand Regisseur Denis Iliadis, der durch das Remake von "The Last House on the Left" bekannt geworden ist und schon dort kräftig aufs Schnitzel gekloppt hat.
Einst waren sie ein glückliches Pärchen : Doch David (Rhys Wakefield) und Jill (Ashley Hinshaw) haben sich auseinandergelebt. David will sie wieder zurückgewinnen, und da passt es doch ganz gut, dass Jill bei der College-Party des Jahres anwesend ist. Zusammen mit seinem Buddy Teddy (Logan Miller) und der schüchternen Alison (Colleen Dengel) machen sie sich zur Party von Angad (Rohan Kymal) auf, dessen Eltern verreist sind. Die Party wird von einem unbemerkten Kometeneinschlag getrübt, denn zeitversetzt existieren auf einmal von allen Party-Gästen Klone, die sich mit jedem Stromausfall dem anderen Ich um ein paar Minuten annähern. Das bemerken jedoch nur David, Teddy und Alison, da die Klone im Haus feiern, während die ganze andere Meute schon im großen Garten ihren Spaß hat. Was wollen diese Klone, und sind sie den echten Menschen gut gesinnt? Was passiert, wenn die Klone die Zeit ausgeglichen haben?
"Party Invaders" bringt viele Elemente von College-Komödien mit sich: Während Teddy mit seinen Onelinern für das Schmunzeln sorgt und auch noch Sex mit der heißesten Braut der Nacht haben darf, deckt David das Liebesdrama ab und dabei um Jill kämpft. Die Party ist pompös und hat echte Eyecatcher zu bieten wie beispielsweise ein lebendiges Körper-Buffet oder Leute, die mit einem in Benzin getränkten Ball "Feuer-Tennis" im Wohnzimmer spielen. Kombiniert mit dem fetten Soundtrack gibt der Film schon in den ersten zwanzig Minuten mehr her, als andere Teenager-Komödien. Aber das wichtige ist natürlich, dass Regisseur Denis Iliadis den Übergang in die Schiene Science-Fiction/Horror mühelos gelingt und dort für eine echt unangenehme Stimmung sorgt. Die Partylaune steht dem blanken Horror gegenüber und Iliadis lässt es offen, was die Klone jetzt wollen. Auf der einen Seite feiern die Klone, wie auch die echten Menschen, während die drei anderen sich unter die Klone mischen. Das sorgt für eine echte Gänsehautatmosphäre.
Was mir deutlich auf den Hodensack gegangen ist, ist die Aussprache von David und Jill - denn ganz ehrlich: Jill stellt sich, ganz anders wie in der Einführung, als arrogante Drecksaubitch heraus, die auf sämtliche Gefühle von David scheißt - viel schlimmer noch: sie tritt mit Monologen nach, die nur ich sagen darf. Und was macht der treudoofe David? Er läuft dieser arroganten N...tte dem ganzen Film hinterher, anstatt ihr mal einen saftigen Arschtritt zu verpassen, während der vermeintliche Buddy Teddy immer mehr in den Fokus rückt.
Dies tut der Laune natürlich keinen Abbruch.
Letztendlich versaut das nicht bis zum Schluss durchdachte Drehbuch dann dem Film eine höhere Bewertung, da man zum Ende hin immer mehr das Gefühl bekommt, dass die Schreiberlinge nicht mehr wussten, welche Richtung sie nun ansteuern sollten. Und auch das sehr offene Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack. Goremäßig gibt es einiges zu bestaunen, so dass die FSK 16 in Ordnung geht. Für eine Sichtung aus der Videothek auf jeden Fall zu empfehlen.
6,5/10