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Gene Hackman steht in einem leeren Footballstadion. Gerade eben hat ihn Washingtons Klubchef Jack Warden darum gebeten, wieder als Coach zu arbeiten. Hackman hadert kurz mit sich, schmeißt einen guten amerikanischen Dollar in die Luft und entscheidet sich zurückzukehren. Zufall? Oh, nein. Denn wirkliche Zufälle, Überraschungen oder gar originelle Einfälle gibt es bei Howard Deutchs Sportlerkomödie nicht. Alles ereignet sich so, wie man es im ersten Moment vorhersieht.

Aufgrund eines Spielerstreiks müssen sich die Teams der National Football League Ersatzspieler besorgen. Trainerlegende McTidyman (Hackman) engagiert eine kuriose Truppe: Ein tumber aber hartgesottener Cop, zwei voluminöse Bodyguards, ein Ex-Knacki, ein dürrer Waliser, der dem Alkohol und Tabak nicht abgeneigt ist, ein Taubstummer, sogar ein Sumoringer hat sich in die Reihen der Washington Sentinels verirrt. Aber auch der Ex-Star Shane Falco (total unterfordert: Keanu Reeves). Er soll die Position des Quarterbacks einnehmen, eine Führungsposition. Ähnlich eigenwillig ist die Zusammenstellung der neuen Cheerleader: Die Chef-Vortänzerin hat ihre neue Truppe komplett aus einer Striptease-Kaschemme zusammengetrommelt. Dementsprechend freizügig und aufreizend fallen daher die Tänze am Spielfeldrand aus. Das irritiert dann schon einmal die gegnerische Mannschaft. Drei Spiele der anstehenden vier muss die neue Mannschaft gewinnen, sonst erreichen sie die Playoffs nicht.

Klar ist: Die Zweiteklasse-Spieler werden zwar das erste Spiel verlieren, die restlichen aber triumphreich gewinnen. Das Publikum ist auf der Seite der neuen „Normalos“. Und auch wenn, ein ekeliger Profi den Streik aufgibt, und Reeves von seiner Position drängt, läßt der Film kein Zweifel bezüglich der nächsten Geschehnisse. Und natürlich kehrt Reeves in der nächsten Szene unter Jubel wieder auf das Spielfeld zurück, nachdem er zusehen musste, wie herzlos sein Team geführt wurde.
Außerdem verliebt Reeves sich in die Chef-Cheerleaderin – und natürlich gewinnt er auch ihr Herz.

Das ist zwar alles schön und gut, aber die absolut vorhersehbare Story und die langweilige Schwarzweißmalerei (die Ersatzspieler sind gut, schlau, nett und gutaussehend, die Profis sind miese, geldgeile, pöbelnde Arschlöcher) vermiesen dieses Match. Und die größtenteils unspektakulären Spielsequenzen hat man alle schon besser gesehen. Und zwar in Oliver Stones "An jedem verdammten Sonntag". Was bleibt ist die nette Selbstironie und die durchweg sympathischen Darsteller.

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