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Was „Die Indianer von Cleveland“ für den Baseball war, ist „Helden aus der zweiten Reihe“ für den American Football.
Praktisch derselbe Plot wurde mit marginalen Änderungen angewandt, um den Sportfilmfans mal wieder ein Feelgood-Movie zu bieten.
Die Storyline ist denkbar einfach: ein scheinbares Team von Losern, auf die niemand setzt, wird nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem Team zusammengeschweißt und erfüllt letztendlich doch noch die Erwartungen zumindest des Trainers.

Sollte bei den „Indianern“ noch das Team verkauft werden und der Mißerfolg war eingeplant, kommen hier die ungewollten Ersatzspieler wegen eines Original-Spielerstreiks zum Einsatz.
Natürlich rennen daraufhin jede Menge kuriose Typen durch die Gegend, vom hyperagressiven Verteidiger mit Kampfhundcharakter über einen tauben Stürmer, einen kettenrauchenden Waliser als Kicker und nicht zu vergessen der sonst aneckende Ersatzquarterback, dem Keanu Reeves zwar auch keine besonderen Züge abfordern kann, den er zumindest aber auch nicht in den Sand setzt.
Das Beste an diesen Filmen ist eh meist der Trainer und auch hier bietet Gene Hackman wie fast schon üblich mal wieder eine Glanzperformance gegen die Vereinsoffiziellen.

Was fehlt, ist eine Perspektive, die den Spielern am Schluß noch auf den Weg hätte gegeben werden können, denn außer einem pathetischen Schlußmonolog für die Helden des Moments rauscht der Film bildlich gesprochen ins Aus, als wären sie am nächsten Tag eben alle wieder arbeitslos gewesen und nichts hätte sich geändert. Kann sein, aber so macht man das in Sportfilmen nun mal nicht.

Streckenweise wirklich komisch, ansonst liefert der Streifen das Übliche: 6/10.

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