Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 08.06.2014

Sly und Arnie, die letzten noch halbwegs aufrecht gehenden Actionikonen der Welt, harmonieren prächtig und sind natürlich DER Grund, sich "Escape Plan" anzusehen. Gerade Letzterer wirkt hier interessanterweise deutlich frischer und jünger als noch in "The Last Stand" (das hat er mit Kaiser Franz gemeinsam, der Bart steht ihm) und bietet eine ganze Palette seiner alt eingesessenen Trademarks: das leicht überhebliche Auslachen des Gegners, die patentierten Stielaugen, der Kneifblick beim Bedienen einer MG (einmal mehr stylish in Untersicht mit sich drehendem Hubschrauberrotor gefilmt). Mag das jüngere Publikum es nicht sehen, aber der alte Mann hat es einfach noch in sich. Und wenn sich die beiden großen Actionhelden der 80er nun auf der Leinwand treffen, gibt es gegenüber dem Ensemblestück "Expendables", bei dem es ja nur zu Cameo-Umfang reichte, einen deutlichen Mehrwert zu entdecken - insbesondere in Form des Humors, der bei den "Expendables" noch auf Oneliner versteift war, diesmal aber angenehm organisch in die Dialoge integriert werden.

Das Gerüst kommt da nicht ganz mit - der Plot wirkt gestreckt und hat nur einige wenige interessante Twists zu bieten, die Regie erscheint blass und einfallslos, viele Nebenfiguren kommen nicht im Film an (50 Cent hat nix zu melden, Sam Neill ist zwar gut, aber für eine solche Rolle einfach nur verschenkt und Vinnie Jones ist als Handlanger einfach nur schlecht; immerhin Jim Caviezel liefert einen angemessen arroganten Baddie). Das Finale lässt es nochmal schön altmodisch krachen, kann dann aber auch nicht mehr den Eindruck verhindern, dass eine deutliche Straffung des Materials gut getan hätte.

Sehenswert am Ende also einzig und alleine wegen Stallone und Schwarzenegger, der Rest reißt keine Bäume aus.

*weitere Informationen: siehe Profil

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