"Tremors" ist der Beginn einer amüsanten Horror-Reihe, die nicht nur gutes Monsterdesign, sondern auch Humor und gut aufgelegte Darsteller, zu bieten hat. Dabei gestaltet sich das Original noch nicht ganz so spektakulär wie die Nachfolger.
Die Taugenichtse Val (Kevin Bacon) und Earl (Fred Ward) dämmern im langweiligen Wüstenkaff Perfection faul vor sich hin. Einzige Freude: die nächste Dose Bier. Doch plötzlich ist mächtig was los in der Einöde - die Erde wimmelt von riesigen Würmern, die die Stadt angreifen und alles fressen, was sich ihnen in den Weg stellt...
Fred Ward (The Crow 3), der auch im zweiten Teil mit von der Partie ist, macht hier genauso einen guten Job wie Kevin Bacon (Wild Things), da sich beide bestens ergänzen. Auch ihre Dialoge untereinander gestalten sich recht witzig. Natürlich ist auch hier schon Michael Gross (Ground Control) mit dabei, auch wenn sein Part hier noch nicht so groß angelegt wurde wie in den drei Fortsetzungen, obwohl auch hier schon besser bewaffnet als Rambo und der Terminator zusammen. Doch der von ihm gespielte Waffen-Freak ist noch einer der lustigsten Charaktere des Films und eine köstliche Parodie auf waffen- und paranoiaverrückte Amis. Schließlich ist dann noch Finn Carter (Das Attentat) als weiblicher Sidekick da, die ebenso eine zufriedenstellende Leistung vollbringen kann. Dass in "Tremors" die Charaktere nicht zu klischeehaften Abziehbildern werden liegt daran, dass sich die Figuren hier keineswegs ernst nehmen.
Vom Design her hat man sich bei den Raketenwürmern wirklich was einfallen lassen, und solche Monster sieht man ja auch nicht alle Tage in einem Film. Zwar gab es auch schon in "Dune - Der Wüstenplanet" riesige Würmer, doch waren diese noch längst nicht so gut in Szene gesetzt wie diese hier. Ein paar Szenen erinnern dann auch an "Starship Troopers", was wohl an der Aufmachung und dem Blut der Monster liegen mag. Auch wenn die Raketenwürmer nicht zu den genialen Entwürfen eines Stan Winston gehören sorgen sie für prima Monster-Entertainment. Die Handlung ist natürlich Nebensache und eigentlich auch nicht der Rede wert, da sie sich fast identisch wie sämtliche anderen B-Monsterstreifen gestaltet. Soll heißen, dass Monster im US-Kaff aufkreuzt, die Einwohneranzahl reduziert, restliche Bewohner erkennen die Bedrohung und setzen sich zur Wehr bzw. flüchten. Somit hätte "Tremors" zu x-beliebiger Monsterware werden können, wären da nicht der Humor und die schrulligen Figuren, die das ansonsten ernste Geschehen auflockern. Alllein jene Szene, wo Val und Earl wie von der Tarantel gestochen davon reiten, nachdem sie das unter die Erde gezogene Auto gefunden haben, ist dialogmäßig schon Comedy pur. Doch auch ansonsten bleibt man von diversen humorhaltigen Sprüchen und komischen Einfällen nicht verschont. Das Wüstenkaff kommt als Kulisse prima rüber und bietet auch die perfekte Isolation vor der Außenwelt. Somit erfährt die restliche Welt nichts über die Situation in Perfection, weshalb auch keine Armee von sensationsgeilen Reportern und Soldaten anrückt, was freilich ein wahres Massaker hervorgerufen hätte. Die Musikuntermalung geht auch in Ordnung, fällt aber auch wenig auf.
Alles in allem ein gelungener Anfang einer spaßigen Monster-Reihe, die zwar keinen Kultstatus a'la "Alien" oder "Der Weiße Hai" genießt, aber dennoch beste Unterhaltung bietet.