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Tja, hat sich hier nur ein kleiner Undergroundfilmemacher mal ausgetobt und seinen pubertären Gewaltphantasien gegen Frauen freien Lauf gelassen oder kann man bei MR. RAPE tatsächlich von einer bitterbösen Satire sprechen, die sich mit der Wirkung von Gewalt in den Medien auseinandersetzt und in dieser Hinsicht ein paar Stellungnahmen bereithält? Ich bin hin- und hergerissen, muss aber zugeben, dass mir weder der Inhalt noch die Form dieses Shorties sonderlich zusagen. Von Kunst wollen wir gar nicht reden. So ein genüsslich zelebrierter Akt der Vergewaltigung macht es auch grundsätzlich jedem Film schwer, überhaupt noch wegen irgendwelcher anderer Qualitäten (?) wahrgenommen zu werden. Bis auf die Schauspielerin, die das ehemalige Misshandlungsopfer im Interview spielt und dabei eine hervorragende darstellerische Leistung abliefert, hat MR. RAPE eigentlich nicht sehr viel auf der Pfanne.