Inhalt:
In einem kleinen französischen Dorf wurden während des 2. Weltkrieges einige erschossene, deutsche Soldaten in einem See versenkt und kehren nun 12 Jahre später als Zombies zurück, um ein wenig Stimmung in das Dorf zu bringen.
Kritik:
Es gibt Horrorfilme, die man einfach nicht ernst nehmen kann, die aber unter Alkoholeinfluss im Freundeskreis durchaus als Partyfilm taugen. "Sumpf der lebenden Toten" ist einer dieser Filme.
Wo fange ich an? Die Story ist dünn, zwar nicht so dünn wie man nach meiner obigen Inhaltsangabe vermuten würde, aber sie ist dünn.
Einem der Zombies namens Karl wird etwas Zeit für eine Hintergrundgeschichte gewidmet. So hat er vor seinem Tod mit einer Einwohnerin ein Techtelmechtel gehabt, aus dem eine Tochter hervorgegangen ist, die er nun 12 Jahre später als Zombie aufsucht, um ein guter Vater zu sein. So tut er dem Mädel nichts an und beschützt sie in einer Szene sogar vor seinen Zombiekollegen, die sich ihre Finger nach ihr schlecken.
Witzigerweise hat dieses Mädchen in der ersten Stunde einige Dialogszenen, ist dabei allerdings nie im Bild. Am Ende ändert sich dies leider noch. Schade eigentlich!
Die Schauspieler verdienen allesamt diese Bezeichnung nicht und selbst die Synchronisationssprecher scheinen diese nicht für voll genommen zu haben, da sie ihre Aufgabe auch unter aller Kanone lösen. Zweifelsohne trägt aber die Synchronisation zu der Partytauglichkeit des Films bei. Highlight des Abends war hierbei ein sinnlos, unpassend eingeworfenes "Nabend".
Die Zombies, die einen wohl zum Fürchten bringen sollten, fügen sich ebenfalls in das Bild des unfreiwilligen Humors ein. Deren albern, staksiges Umherlaufen wirkt einfach nur lachhaft und auch das lausige Make Up, welches sich auf grüne Farbe in Gesicht und an Händen beschränkt, ändert diesen Eindruck nicht.
Die wenigen, "blutigen Effekte" bestehen dann auch nur aus Halsbeißereien, die jeder Amateurfilmer realistischer in Szene hätte setzen können.
Die göttlichsten Szenen des Films spielen im titelgebenden See. Hin und wieder kommen ein paar Mädels hierher, um (natürlich) nackt (für das spanische Publikum wurden diese Szenen extra mit angezogenen Darstellerinnen nachgedreht) darin eine Runde zu drehen, sich von den auf dem Grund hausenden Zombies zwischen die Beine schauen und anschließend vernaschen zu lassen. Die Überwasserszenen wurden dabei an einem echten See mit trübem Wasser und voller Seerosenblätter gedreht, während die Unterwasserszenen ganz offensichtlich in einem Schwimmbad inszeniert wurden, was man deutlich am andersfarbigen Wasser (!), vereinzelt umherirrenden Blättern (!!) und den im Hintergrund deutlich sichtbaren, weißen Kacheln (!!!) erkennen kann.
Das Ende, nämlich wie man die Zombies loswerden kann, deutet sich im Film bereits frühzeitig an, da der Bürgermeister uns in die Geschichte des Sees einweiht und diese mehrfach zum Besten gibt. Witzigerweise muss erst eine ins Dorf gereiste Reporterin die Lösung aussprechen, bis es dem Bürgermeister wie Schuppen von den Augen fällt.
Wer schlechte Filme wie ich mag, ist hier bestens bedient und der Unterhaltungswert steigt mit zunehmendem Alkoholspiegel. Objektiv betrachtet reicht’s zu 2 Trash- und Unterhaltungspunkten.
2 von 10 Punkten