Review

Staffel 3


Die kleine Schwester von Rot

In der dritten Staffel des Netflix-Seriengrundpfeilers geht es u.a. um getragene Unterwäsche an der für Kohle geschnüffelt wird, um neue Allianzen, Liebschaften und Religionen, um eventuelle Mordversuche, um Mütter und Töchter und um die Wichtigkeit von ausgebildetem und fair bezahltem Wachpersonal...

HIGHLIGHTS
+ nun (auch noch) etwas mehr Konzentration auf das Wachpersonal
+ mehr Hintergrundwissen um bisherige Nebenfiguren
+ grandioses, wenn auch sehr langes Finale (See!)
+ „Norma Jesus“
+ „Pornstaches“ Kurzauftritt (viel zu wenig!)
+ Piper im Business- und Gangstermodus
+ Ruby Rose!
+ neue, ungewöhnlichere Paarungen/Ausflüge/Abenteuer
+ Healy ist unberechenbar und irgendwie gruselig
+ ernste Themen wie Depressionen, Verantwortung einer Mutter und Aggressionen hinter Gittern 
+ tolle Songauswahl oft 
+ Crazy Eyes Liebelei
+ Crazy Eyes erotische Fantasiegeschichten 
+ Lornas Lovestory bis zur Heirat 
+ Reds Rückkehr in die Küche und ihre Chemie mit Healy
+ Changs Episode
+ Caputo mausert sich zum Fan-Favoriten
+ zumindest teilweise eine durchgängige Story (wenn auch bei weitem nicht genug)
+ harte, nachwirkende aber nie kitschige oder predigende Kritik am US-Gefängnissystem
+ zum Teil Widerlegung, Aufbrechung von Vorurteilen und Stereotypen (wenn auch auf dem ersten Blick eher andersrum) 
+ viel Abwechslung (viel „Klein-Klein“)
+ Lösung von Piper, Neigung zum Ensemble

Fazit: einige herzerwärmende Highlights können nicht ganz verdecken, dass es immer noch zu viele Ladies sind, die man alle nur zu kurz und zu oberflächlich kennenlernt und dass es zu wenig vorantreibende Haupthandlung gibt, die fesselt und einen neugierig macht. Dennoch: auch Staffel 3 hat ihre eindeutigen Stärken, zumindest ein paar der Mädels kennt und mag man mittlerweile (sehr) und im Finale lädt der ein oder andere Cliffhanger ein zum Dranbleiben. Und hochwertig inszeniert und top gespielt ist es eh. (7,5/10)

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