Review

Rush ist ein wirklich eindrucksvoller Film. Auch wenn man nicht 100prozentiger Formel-1-Fan ist, packt einen dieser Streifen. Er ist sehr spannend, ungemein gut gefilmt und vor allem von Daniel Brühl eindringlich gespielt.

Man taucht von der ersten Sekunde an in die Rivalität zwischen Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth) ein. Dies ist vor allem den beiden Darstellern und dem Drehbuch zuzuschreiben. Das Drehbuch begnügt sich nicht damit, nur die Charakterzüge der Figuren zu zeigen, die sie vor allem ausmachen. Beim oberflächlichen Sunnyboy Hunt schimmert immer wieder die dunkle oder mitfühlende Seite durch. Und auch den rationalen Lauda packt gelegentlich sein Ego oder er zeigt mit kleinen Gesten, wie sehr er seine Frau liebt. Gemeinsam ist beiden die Angst vor dem Tod. Den einen (Hunt) fasziniert es, Lauda hat größten Respekt vor dem manchmal tödlichen Sport.

Beide Darsteller gehen voll in ihren Rollen auf. Hemsworth hat hier vielleicht den leichteren Part, er muss vor allem gut aussehen und smart lächeln. Aber er verkörpert den Playboy äußerst glaubwürdig. Herauszuheben ist Daniel Brühl. Er spielt durch die hervorragende Maske hindurch, als sei er selbst Lauda. Man sollte sich die englische Originalversion ansehen, dann hört man, wie perfekt Brühl den österreichischen Dialekt in die englische Sprache überführt hat. Auch seine Mimik und Gestik sind beeindruckend. Und die Szenen im Krankenhaus lassen wohl keinen kalt.

Visuell spielt der Film in der höchsten Liga. Mit bis zu 30 Kameras wurde gedreht, es entstanden beeindruckende Einstellungen im Cockpit, am Cockpit oder gar direkt am Visier der Rennfahrer. Formel 1, wie man sie bisher nicht gesehen hat.

Fazit:

Rush ist durch und durch ein dynamischer Film. Die Gegenüberstellung der Figuren und deren Entwicklung sind genauso kraftvoll wie der Sport an sich. Die beeindruckende Kamera transportiert diese Dynamik perfekt auf die Leinwand und die beiden Hauptdarsteller, vor allem Daniel Brühl, liefern eine tolle Leistung ab. Zudem schafft es die Regie, eine ausgewogene Mischung aus Sport und Figurenzeichnung zu finden, sodass der Film nie langweilig oder zu oberflächlich daher kommt.

8,5/10

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