Was tun? Was tun, wenn das Leben in ein paar Stunden vorbei sein wird? Nicht nur das eine Leben. Alle Leben. Wir reden hier von Weltuntergang.
Es gibt ein paar Ansätze. Die letzten Stunden mit seinen Liebsten verbringen & das Leben bis zur letzten Sekunde auskosten. Sich zudröhnen & Party machen, tanzen, saufen & ficken. Seine Liebsten & sich selbst möglichst schmerzlos erlösen, um ihnen & sich einen schmerzhaften (Feuer-)Tod zu ersparen. Seine dunklen Neigungen ausleben. Fred-Olen-Ray-Filme schauen oder Beast Creatures in Dauerschleife gucken, bis der Strom aus ist. James (Nathan Phillips) hat sich fürs Zudröhnen & Party machen entschieden, dafür hat er sogar seine Freundin (Jessica De Gouw), mit der er eben noch eine letzte leidenschaftliche Nummer geschoben hat, zurückgelassen. Unterwegs sieht er, wie ein kleines Mädchen von zwei Typen in ein Haus geschleppt wird. Er greift sich einen Hammer & befreit sie. Die Kleine, Rose (Angourie Rice), wurde von ihrem Vater getrennt, weiß aber, wo sie sich in solch einem Fall treffen wollen. James steht vor der Wahl.
Ein tolles australisches End-of-the-World-Road-Movie ganz ohne spektakulären Emmerich-Schnickschnack. Keine Zerstörungsorgien, keine Rettung in letzter Sekunde, einfach nur dem sich nahenden Tod ins Auge sehen & diese letzten paar Stunden irgendwie totschlagen. Ein Wohlfühlfilm ist These Final Hours nicht gerade, obwohl es einige schöne Momente gibt. Aber wenn da überall Leichen rumliegen oder -hängen kann das die Stimmung doch ordentlich dämpfen. Ja, es ist schrecklich & deprimierend & es betrifft auch James persönlich. Seine Schwester trifft er nicht mehr lebend an, sie liegt tot in der Dusche. Die Gräber ihrer Kinder, gekennzeichnet mit einfachen Holzkreuzen, findet er im Garten. Das Zusammenspiel zwischen Phillips & Rice ist großartig, man spürt förmlich, wie die beiden zusammenwachsen. Und es ist berührend, wie die Kleine ihn am Ende dazu bringt, das (aus meiner Sicht) Richtige zu tun. Taschentücher bereithalten.