Review


Inhalt:

China..., zur Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644). Ein schwarz maskierter Kämpfer überfällt die Residenz der "Bande des grünen Drachen", und entwendet eine wichtige Insignie dieses Geheimbundes: Den "Pass of the Green Dragon Band"!
Doch dieser Kämpfer verliert auf seiner Flucht einen Jade-Anhänger..., und dieser Anhänger kann definitiv einem adeligen Schwertkämpfer zugeordnet werden:
Pai Yu-Ching (Tien Peng)...!

Einer der Unter-Bosse der Bande... Kung Sun Chin (Pai Ying), setzt eine Belohnung von 10.000 Tael auf die Ergreifung von Pai Yu-Ching aus, und weitere 50.000 Tael in Gold für die Wiederbeschaffung des "Pass of the Green Dragon Band"...!

Pai Yu-Ching vagabundiert nichts ahnend durch das Land..., ein Waisen-Knabe, "Little Tiger" (Lin Haiao-Hu), und eine bildschöne Prinzessin (Tang Pao-Yun)... stehen unter seinem Schutz..
Pai Yu-Ching ist ein hervorragender KungFu- und Schwertkämpfer..., der nunmehr laufend in Kämpfe verwickelt wird, viele wollen an die für ihn ausgesetzte Belohnung.

Pai Yu-Ching wird dadurch in ein immer diffuseres Ringen um die Macht innerhalb der "Bande des Grünen Drachen" hineingezogen.
An seiner Seite steht alsbald die Schwert-Amazone Fang Long-Xiang (Hsu Feng), eine ebenso formidable Kämpferin.

Will Kung Sun Chin diese Macht an sich reißen..., und den Ober-Boss der Bande, Master Chu (Ko Hsiao-Pao), der feist, träge und arrogant ist, stürzen...?
Und da ist noch der ominöse Peitschen-Fighter Kuang Hsun Jing (Wen Chiang-Long), der offenbar ebenfalls Ambitionen hegt.

Es kommt zu fein gesponnen Intrigen und immer erbitterteren Kämpfen..., und schließlich zum blutigen Show-Down..., zum Kampf auf Leben oder Tod.....


Fazit:

Regisseur Li Chia konzipierte im Jahre 1977 auf Taiwan diesen durchaus prächtig ausgestatten, durch viele glänzend ausgewählte Örtlichkeiten, edle Sets und Locations "well fotographed" wirkenden Eastern, mit nicht immer kohärent-spannender Story und dafür gutklassiger KungFu-Action.

Dieses teils diffus anmutende Ringen um die Macht in einer Bande, in die ein edler Schwertkämpfer und die ihn begleitend umgebende Amazone hineingezogen werden, macht es nicht immer leicht, all dem zu folgen, das hätte runder in Szene gesetzt werden müssen.
Das Grundgerüst dieser Geschichte steht zwar..., die Storyline plätschert im Mittel-Teil gar etwas so dahin..., und die klasse Sets, die durch pittoreske Schauplätze outdoor oder einer Höhle mit Thermal-Quelle starke Atmosphäre ala "well shot and fotographed Look" (schon Li Chia´s "Lost Swordship" -siehe mein Review auf dieser website- konnte looktechnisch voll überzeugen, Li Chia, ein Regisseur mit "Auge für das Visuelle"), können noch darüber hinwegtäuschen, und einiges rausreißen. Wie die vielen sehr starken, dynamisch-intensiv choreographierten, kernigen KungFu-Kämpfe, die Fight-Action hier.

Immerhin mündet denn alles in einen dramatischen Show-Down, als sich die Dinge klären.
Das befriedigte denn das Herz der Eastern-Fans..., die mit "Pai Yu-Ching" noch ganz gut leben können, wenn auch mehr als "Eastern für Zwischendurch", obgleich die Macher da wohl eine höhere Ambition gehabt haben dürften -nimmt man den Look und das offenbar höhere Budget-.

Tien Peng ist der Held in der Titel-Rolle..., der hier in ein diffuses Ringen um die Macht innerhalb eines Geheimbundes gezogen wird.
Er agiert aber souverän und tapfer..., und ist ein klasse Kämpfer. Von seiner exzellenten Technik lebt denn auch die Fight-Action..., hohe Tritte, klassisches KungFu.
An seiner Seite..., Edel-Actrice Hsu Feng, einst King Hu´s weibliches Lieblings-Protégé. Das bürgt natürlich auch für ein spiel- und kampftechnisches Niveau, was dem Streifen weiter gut tut und über die Mängel im Plot hinweg hilft.
Desgleichen Pai Ying, auch er oft vom "Eastern-Fellini" King Hu besetzt..., der scheinbar der Usurpator innerhalb der Villain-Gang ist, auch er spielt das solide.
Tang Pao-Yun..., die schöne Princess hier..., ihre Rolle blieb etwas nebulös.
Ko Hsiao-Pao...., der feiste Ober-Villain..., so arrogant wie träge, geht seine Rolle am Ende denn verloren, eines der Mankos des Plots.
Wen Chiang-Long hingegen..., sorgt für den Twist..., und als Peitschen-Fighter dafür, dass die Action am Ende denn insbesondere rockt.

Und das bringt mich abschließend zum letztendlich Wichtigsten hier, neben all dem Hochglanz-Look dieses Eastern: Der KungFu-Action.
Die muss es wieder rausreißen, Schauwerte hin oder her.
Dynamische, intensive und mit Drive choreographierte KungFu-Kämpfe, klassische Techniken..., und ein kerniges Dubbing (Geräuschkulisse) unterstreicht diese Action-Sequenzen.
Am Ende spitzen sich die Dinge zu..., und Wen Chiang-Long lässt die Peitsche knallen...!

"Pai Yu-Ching" will mehr sein, als wie er denn -leider nur- letztendlich wirkt.
Doch die atmosphärischen Schauwerte und das KungFu, können über die Mängel im diffusen Plot denn noch quasi hinwegtäuschen, oder -helfen...., wie man´s sehen will.

Knappe 6/10 Punkte können sich Tien Peng, Hsu Feng & Co., noch erfighten.

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