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Von Luc Besson hab ich schon besseres gesehen: Auch hier serviert er mal wieder kurzweilige aber völlig belanglose Mainstream-Unterhaltung von der Stange. Sicher ist der Humor tiefschwarz, zuweilen auch recht blutig geraten, aber irgendwie fehlt dem Film der rechte Biss. DeNiro und die Pfeiffer sind wirklich klasse, Tommy Lee Jones hat eigentlich kaum etwas zu tun, ausser sein knorriges Gesicht zu zeigen.
"Malavita" ist einer dieser Filme, in dem die Chemie nicht so recht stimmen mag. Da sind zwar viele blutige Gags, die aber von der schlechten Comedy-Filmmusik wieder entschärft werden. Das Ende ist dann bluttriefend und hart aber passt nicht zum Rest des Films. Es gibt keine wirkliche Geschichte, alles drehtrsich einzig und allein um den Kulturschock einer Mafia-Familie in der tiefsten Provinz. Ganz Nett anzusehen, aber ohne Biss oder echte Anteilnahme.
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Ex-Mafioso Giovanni ist mit seiner Familie auf der Flucht vor einer Killerbrigade, die vom Gegen-Mafioso entsendet wurde, den er ans FBI verpfiffen hat. Im Zeugenschutzprogramm wird die Familie unter Falschnamen Blake in einem kleinen französischen Dorf in der Normandie einquartiert. Trotz aller Versuche der Unauffälligkeit, Anpassung und Integration lassen sich Kultur- und Meinungsverschiedenheiten nicht vermeiden... Was zunächst mal nur wie eine schwarze Komödie erscheint, ist vielmehr eine Mischung aus harter, brutaler Action und trockenem Witz. Hochkarätig sowie erstklassig besetzt und gut gespielt. Nur die Mischung ist etwas unglücklich geraten. Denn für Kinder ist der Film zu brutal und für Erwachsene fehlen einfach die richtig guten Lacher. Einige sind schon dabei, aber für meinen Geschmack etwas wenig. Fazit: Ein ganz netter Film für einen heiteren Abend, nur ziemlich seicht und kurzweilig. Muss man nicht sehen, aber ist auch kein Reinfall. (6/10)