Review

Kleinkrieg im Sumpf...


Selbstverteidigung meint man, währe was gutes, allerdings kann ein kleiner Moment bzw. ein feister Schlag ausgeführt von einem Mädchen in den Wanst eines Jungen, zu weitaus mehr führen.
Das ist eigentlich auch schon die Prämisse auf der Gary Fleders ("....denn zum Küssen sind sie da") sehr bodenständig wirkender Actionthriller aufbaut und dessen Drehbuch Stallone verzapft ähm geschrieben hatte und eigentlich auch die Hauptrolle bekleiden sollte. Allerdings gab er seinem weitaus jüngeren "Expendables" - Kollegen Jason Statham den Vortritt und der kann sich wie weiland ausleben, auch wenn der Coolness - Faktor etwas runtergeschraubt wurde. Die Handlung ist weniger berauschend, dafür allerdings der Cast um Statham, der es teils schafft seinen Charakteren Ecken und Kanten zu verpassen. Insbesondere James Franco als sein Gegenspieler Gator Bodine glänzt mit viel Spielfreude und wird von Fleder in einer exzellenten Szene gekonnt eingeführt, als jemand der nur den äußeren Schein macht er wäre harmlos. Dazu gesellen sich noch Kate Bosworth als Bodines Schwester und Winona Ryder, die sehr abgewrackt aussehen und glaubwürdig daherkommen in ihrem Acting. Damit macht "Homefront" mehr Spaß, als viele der heutigen XXL - CGI - Rumpelpumpel - Actioner, da er die handfeste Action nur langsam einbaut und mit einem rasanten Finale punkten kann, das dann doch mit ein bissl CGI aufgehübscht wurde.
Insgesamt ein wirklich gutes Action - Vehikel mit Statham was nebenbei auch noch mit schönen Landschaftsaufnahmen von Louisana punkten kann, einen guten Score von Mark Isham hat der ein bissl den Lokalkolorit der Gegend in dem sich die Figuren bewegen einfängt und auch recht Emotional wirkt.

Fazit: Gut inszenierte Action der alten Schule mit einem souveränen Statham und einem herrlich schmuddelig fies subtilen Franco und weiteren bekannten Schauspielern in ebenfalls guten Rollen.
8,5 von 10

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