Als die High School Schüler Young [ Yun Chong ] und Tony [ Phillip Rhee ] während einer Pause auf dem Schulhof von der streunenden Gang von Chan [ James Lew ] herausgefordert werden, kommt es zu einer nächtlichen Konfrontation. Dabei geht Young als Sieger hervor und erringt prompt die Aufmerksamkeit eines Scouts, der nach fähigen Männern für einen Leibwächterservice sucht. Er bietet den Beiden und ihren Freunden einen lukrativen Job an, der sie aus der Gosse herausholen kann. Dabei bekommen sie allerdings Ärger mit den anderen Gangs...
Amerikanisch - Südkoreanische Coproduktion, die vermehrt mit einem asiatischen Cast arbeitet und dabei auch die erste Hauptrolle für Phil Rhee bereithält, allerdings sonst keine besonderen Vorzüge oder Qualitätsmerkmale aufweist. Gedreht wurde das kulturelle Vergehen von Park Woo-sang [ Shaolin: The Blood Mission, Kill the Ninja, Fighting in Hong Kong ], der eigentlich genug Erfahrung mit dem Genre aufweisen müsste, aber Die Gelben Teufel von Los Angeles [ Alternativtitel ] als hoffnungslos simples und fehlinszeniertes Actiondrama darstellt, dass viel zu tief in Unzulänglichkeiten - und den 80ern gleich mit - stecken bleibt.
Das genremässig soweit ordentliche Drehbuch versucht zumindest ein paar Möglichkeiten offen zu halten und es grenzt dann schon fast an ein Wunder, dass überhaupt einige gute Themen angesprochen werden; aber das ansonsten aufgestellte Setting fabriziert für eine richtige und wirksame Behandlung die denkbar ungünstigsten Voraussetzungen.
Sowohl Young als auch Tony sind unfreiwillige Immigranten, die mit ihren Eltern ins gelobte [und klassische Einwanderungs-]Land kamen und sich mit der Situation zurecht finden müssen. In Berücksichtigung der Integrationsfähigkeit sowie der wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Interessen schneidet Tony viel besser ab, zumal er auch noch über ein heiles Elternhaus verfügt und seine Familie einer einfachen, aber anständigen Tätigkeit nachgehen und ihrem Sohn auch Rückhalt bieten. Young dagegen hat nur noch seine Mutter, die nach der Scheidung dem Alkohol frönt und sich von fremden Männern finanziell aushalten und körperlich ausnutzen lässt. Er will zurück in die Heimat, weil hier nur jeder hinter dem Geld her ist und sich einen Dreck um seine Mitmenschen kümmert.
Trotzdem - oder gerade deswegen - ist er der Erste, bei dem Aufstieg seines Sicherheitsdienstes in Schickimickikreisen den Verlockungen verfällt und während einem unbewachten Moment Drogengeld aus der observierten Villa klaut. Er nutzt ja nur seine einzige Chance, den amerikanischen Traum zu zelebrieren.
Als allerdings die Bestohlenen das spitzkriegen, schicken sie ihre zwei Killer Kruger [ Bill Wallace ] und Yoshida [ Ken Nagayama ] hinterher.
Der Film kommt dann auch erst ab dem Punkt in Schwung, also nach gut der Hälfte, so dass man vorher genügend Zeit hat, die sämtlichen Konstruktionsfehler in ihren Details zu begutachten. Die Darsteller sind allesamt viel zu alt für die High School [ Yun Chong war 45 !?! ] und können in ihrem Kampf mit der latenten Peinlichkeit nicht schauspielern. Das ist an sich nichts Neues, aber dann sollte man nicht die Betonungen vom Aufbau der Story auf die Darstellung der Charaktere verlagern. Dialoge sind nicht allein Garanten für die Emotionalisierung des Geschehens, dazu sollten sie auch glaubhaft wirken, was in der sonstigen Aura der Lächerlichkeit leider nicht gegeben ist.
So wechselt man sich anfangs zwischen Tag und Nacht bzw. High School und Revierstreitigkeiten ab und addiert immer mal einige Fights, die aber auch nicht besonders oder gar überzeugend sind. Was zum einen an der mangelnden Choreographie vom durchaus namhaften Kwon Young - Moon [ Return to the 36th Chamber, Ninja in the Dragon's Den, Duel to the Death ] liegt und zum anderen, dass die Gestalten der Gegner bis auf die Ausnahmen der Killer schon von Beginn an zu fertig aussehen; das übliche Spezifika einer US no budget Produktion. Hinzu kommt, dass die Nachtszenen allesamt nicht oder unzureichend ausgeleuchtet wurden, die ästhetische Auflösung in unscheinbarer Dunkelheit macht die meisten Bewegungen nur erahnbar.
In der Abschlusszene liegt Young’s Reisepass in einem zugewehten Hinterhof im Dreck, was als Metaphorik zwar holzhammermässig, aber ansonsten ganz ausgezeichnet funktioniert. Wäre es nur nichts die einzige Szene gewesen.