Näher dran sein kann man wohl nicht. Justin Chadwicks ("Tulpenfieber") Film erzählt die Lebensgeschichte Nelson Mandelas von der buchstäblichen Mannwerdung bis zur Übernahme des Amtes des Präsidenten von Südafrika.
Dafür nimmt er sich 147 Minuten Zeit, die wie im Fluge vergehen.
Idris Elba liefert in der Titelrolle eine Mordsperformance ab, Naomie Harris als seine (zweite) Frau Winnie steht ihm in nichts nach. Alle anderen Charaktere müssen allerdings zurückstehen, die mehr als zweieinhalb Stunden konzentrieren sich nur auf das Ehepaar, das kaum gemeinsame Lebenszeit verbracht hat.
Wenn man dem Film etwas vorwerfen möchte, dann vielleicht, dass er seine Story recht brav und streng chronologisch erzählt, aber das ist keine echtes Manko, weil die Hauptfigur so faszinierend ist.
Wunderbar und authentisch sind auch Setdesign und Kostüme, wie man im Abspann anhand von historischen Fotos noch mal überprüfen kann.
Kameramann Lol Crawley fängt das alles in emotionsgeladenen Bildern ein.