Review

Never trust a Junkie. In Zeiten von Liebe oder familiärer Bindung mag alles in Ordnung sein, aber jenes ist stets nur eine Momentaufnahme, ein Burgfrieden und das zerrüttete Wesen, als Grundlage der Selbstzerstörung, wird früher oder später wieder durchbrechen. Grundsätzlich immer aufgrund einer kaputten Vergangenheit, nicht selten aber ausgehend durch den (erneuten) Kontakt zu einem Pusher. Dessen Hintergedanken können vieler Art sein, gute allerdings völlig ausgeschlossen.
Auf jeden Fall sind große Worte und Versprechen sind letztendlich so schnell vergessen wie sie ausgesprochen wurden, der eigene Abgrund im (unbewussten) Fokus. Aus einem für den Moment grundehrlichen Menschen wird eine einzige Dauerlüge, losgelöst von Formen, voller Abscheu von allen Normen, nur den heutigen Tag, bzw, eher die Nacht, im Blick.
In so einem "Konzept" kann nicht alles gut werden, das ist selbstredend. Darüber kann auch der komische Unterton im Film nicht hinwegtäuschen, funktioniert aber aus selbstironischer Sicht. Das Ende vor Augen wird dieses einfach ausgeblendet und weitergemacht, fast wie bisher. Gut gespieltes Antihelden-Drama, logischerweise ohne Happy End.

Details
Ähnliche Filme