kurz angerissen*
Seinen rührseligen Leib schafft das typische US- und Oscar-Drama nur über die Ziellinie, weil Matthew McConaughey und Jared Leto es mit beiden Armen hinübertragen. Insbesondere Letzterer zeigt eine hervorragende Leistung, aber auch der Hauptdarsteller überzeugt bei weitem nicht nur durch physical acting, sondern über eine ungeschliffene, echt wirkende Darstellung von Menschlichkeit.
Das Gerüst drum herum will leider nur allzu energisch auf genau diese Menschlichkeit hinaus und opfert seine einigermaßen komplexen Standpunkte in Punkto Pharmazeutik aus den ersten Minuten einem zunehmenden Glattschliff mit generischen Mitteln der Dramaturgie, bis letztendlich einmal mehr die Lager der Guten und Bösen säuberlich aufgeteilt sind und auch die Homophobie einmal mehr mit durchschaubarsten Mitteln bekämpft ist.
Ja „Dallas Buyers Club“ hängt nach, seine Schlüsselmomente bleiben auch Wochen später noch haften, das ist aber eher den starken Einzelleistungen vor und auch hinter der Kamera zu verdanken als dem Gesamtwerk.
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