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Hayley (Emily Browning) und ihr Bruder Jack sind das Herzstück ihrer erfolgreichen Rockband „Plush“: sie als Sängerin, er als Song-Autor und Gitarrist. Als Jack nach einer Überdosis Heroin jedoch stirbt, scheint Hayley überfordert zu sein: das zweite Album, ohne ihren Bruder, floppt und sie droht an dem Verlust und dem Erfolgsdruck zu zerbrechen. Ihre umtriebige Managerin Annie (Dawn Olivieri) schleppt eines Tages jedoch den seltsamen Gitarristen Enzo (Xavier Samuels) an, der jedoch gut im Song schreiben ist und die Band langsam wieder auf Erfolgskurs bringt. Und obwohl Haylay an sich glücklich verheiratet mit Carter (Cam Gigandet) ist und sie Zwillinge hat, fängt sie mit ihm eine Affäre auf der Tornee an. Enzo entpuppt sich aber bald als ziemlich gestört und will noch vieeel mehr von ihr…

Catherine Hardewicke, die Regisseurin des ersten „Twilight“-Films ist die Regisseurin dieser „Verhängnisvollen Affäre im Rockmilieu“, die in den USA ein ziemlicher Misserfolg war und auch von den Kritikern nicht gerade freundlich behandelt wurde.
Somit hatte ich sehr geringe Erwartungen, als ich den Film gesehen habe. Dafür fand ich ihn dann aber doch zumindest unterhaltsam, halbwegs (zumindest stellenweise) spannend und Emily Browning sehe ich seit „Sucker Punch“ und „Sleeping Beauty“ eh gerne. Sie spielt den zerbrechlichen Rockstar Hayley denn auch ziemlich überzeugend und singen scheint sie auch zu können (so sie nicht synchronisiert wurde!). Cam Gigandet ist wie üblich der solide Partner, aber Xavier Samuels macht seine Sache als bisexueller Enzo ganz gut.

All das ist nicht wirklich eine neue Geschichte und die Moral von der Geschicht’ überrascht auch nicht – in welchem Hollywood-Film hat eine Affäre schon mal ein gutes Ende? Liebe und Irrsinn liegen auch gerade bei Musikern nahe beinander.

Somit ist das Zentrum des Films definitiv Hayley, die nach dem Tod ihres Bruders ins Trudeln gerät und durch Enzo und sein Talent von ihm angelockt wird. Und nur sehr zögerlich lässt sie sich auf die Affäre ein – denn zu groß ist noch ihre Trauer um ihren toten Bruder und außerdem ist sie zuhause nicht unglücklich. Carter, ihr Mann, ist liebevoll und auch mit den Zwillingen ist sie glücklich. Der obsessive Enzo „fällt“ quasi über sie her und nistet sich immer weiter in ihrem Leben ein, an dem er immer mehr teilhaben will.

Also nix Neues, dies aber zumindest besser als gedacht, halbwegs unterhaltsam, nicht so klischiert wie befürchtet und nett anzuschauen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. 6/10.

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