Review

Professor Gus Egan verschwindet auf mysteriöse Weise in den Tiefen von Loch Ness. Um den Vorfall aufzuklären, suchen sein Kollege Case und dessen Exfrau, die TV-Producerin Elizabeth, vor Ort nach Hinweisen. Unter Wasser stoßen sie auf eine unglaubliche Entdeckung: Eine blutgierige, riesige, uralte Kreatur! Doch auch nachdem mehrere Menschen in Loch Ness umgekommen sind, will ihnen niemand die Existenz der Bestie abnehmen, bis auf den Ex-Polizisten Donald Blay, der seinen Sohn ebenfalls in dem See verloren hat.

Was darf man denn erwarten, wenn das Cover 60 Fuß prähistorischen Terror verspricht, irgendein Tierauge überdimensional einen finster anblickt, aber auf der Rückseite das niedliche FSK 12 Schildchen uns entgegenschalmeit? Leider nur das, was sich dann die auch tatsächlich die nächsten knapp 90 Minuten abspielt. Tierhorror auf Fernsehfilmniveau mit vielen Dialogen und wenig Monster-on-the-loose-Action. Hier muß mal wieder good old Nessie herhalten, das durch ein Unterwasserbeben geweckt wurde. Nur das Nessie hier leider wie ein schlechtes CGI-Eidechslein aussieht, viel Liebe bzw. Geld hat man da wohl nicht reingesteckt, ebenso wie bei den billigen Computerexplosionen der Wasserbomben. Oberhalb der Wasserkante spielen sich auch nur die üblichen Schema F Dramen ab. Ein verkrachtes Paar rauft sich im Angesicht der Gefahr wieder neu zusammen, der störrische Polizeichef weigert sich den See zu evakuieren usw, nix was man nicht schon im dutzend billiger in solchen Filmen vor die Glotzer bekommen hat. Dafür gibt es schöne Landschaftsbilder zu sehen mit einigen hübschen Landschaftsbildern und -perspektiven. Die Schauspieler machen ihre Sache auch routiniert bis gut, wobei Lysette Anthony als geldgeile, zickige Ex-Ehefrau am meisten Spielfreude versprüht, aber auch Patrick Bergin und Vernon Wells, als noch bekannteste Namen am Set, leisten sich keine thespischen Aussetzer.
Am Ende bleibt ein solider Monsterreißer, der sicher nicht unter einem riesigen Budget zu leiden hatte, mit einer trägen, vorhersehbaren Geschichte und viel zu wenig Monstertime. Der Härtegrad ist absolut FSK 12 kompatibel, wobei ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, das hier geschnitten wurde. Da ich die FSK 16 Version nicht kenne, kann ich da aber nur spekulieren. Als Extras gibt es doch tatsächlich (Price Light Version) die Auswahl zwischen Filmstart und Kapitelwahl, spartanischer gehts nimmer. Ach ja, wer bei Creatures mal richtig lachen möchte, der sollte mal bei den "Unterwasseraufnahmen" auf die Bewegungen der Darsteller achten, wenn die wirklich im Wasser gedreht wurden, dann trink ich gkeich morgen Loch Ness in einem Zug aus.
Gibt bessere Filme in diesem Genre
3,5/10

Details
Ähnliche Filme