Auch wenn man über Entwicklung der Metal Legende Metallica nach Veröffentlichung des Load Albums ohne Zweifel diskutieren kann, haben sich Hetfield und Co mit ihren ersten fünf Alben ohne Frage früh unsterblich gemacht. Was die Band dabei ebenfalls seit Veröffentlichung ihres Debüt Albums Kill' Em All auszeichnet, ist zudem ein Hang zu Experimenten. Mit Through the Never wagte man sich an eine Mischung aus Konzert sowie Spielfilm. Ein Mut der sich finanziell nicht auszahlte und der Band nicht zum ersten Mal auch Häme einbrachte, aber vor allem für Metalfans absolut ein Blick wert ist.
Trip ist als Roadie für die amerikanische Metal-Band Metallica tätig. Als er am Stadion ankommt, wo das Konzert stattfindet, trifft er auf die einzelnen Bandmitglieder. Hierfür werden teilweise surreale Szenen eingesetzt, wie später in der Handlung auch. Kurz nach Beginn des Auftrittes in dem ausverkauften Stadion schickt ihn der Tourmanager in die Stadt, wo er einen dringenden Auftrag erledigen soll, der mit einem liegengebliebenen Lkw zu tun hat. Ab jetzt wechselt der Film immer wieder zwischen den Erlebnissen von Trip und dem gleichzeitig stattfindenden Metallica-Konzert. Weil er sich auf den Stadtplan konzentriert, übersieht Trip eine rote Ampel und bleibt nach einer Vollbremsung mit seinem Van auf der Kreuzung stehen. Sein Fahrzeug wird von einem anderen Fahrzeug gerammt und Trip schreit dessen Fahrer an. Dieser flüchtet voller Entsetzen, als er einen toten Polizisten sieht, der von einem Pferd durch die Straßen geschleift wird. Trip setzt seine Suche zu Fuß fort...
Mit seiner Mischung aus hervorragenden Konzert Aufnahmen einer aufwendigen Show und seinem Bildersturm sowie einer eher dünnen bzw surrealen Handlung ist Through the Never ein Fest für das Auge, dürfte aber nicht Metalfans nur bedingt zusagen. Dafür bleiben die Spielfilm Elemente einfach zu zweitrangig. Auch wenn sie gut getrickst sind und von Regisseur Nimród Antal, der für jene Sequenzen zuständig war, gelungen in Szene gesetzt werden.
Dennoch spielt die aufwendige Show deutlich die erste Geige, wofür Shows in Edmonton sowie Vancouver mit einer eigens dafür konzipierten 360-Grad-Bühne mitgefilmt wurden.
So muss man das Ziel bzw den Anspruch eines überzeugenden Spielfilmes, welcher vor dem Hintergrund eines Metallicas Konzert spielt, eher als misslungen bezeichnen. Sieht man das ganze aber eher als Konzertfilm mit Spielfilm Elementen, welcher einen regelrechten Bildersturm darstellt, ist das Endergebnis deutlich überzeugender. 7 Punkte letztendlich für ein interessantes Projekt.