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Bernhard Wicki’s Die Brücke zählt wohl zu den beeindruckendsten Antikriegsfilmen, die je gedreht wurden. Der Realismus, die erschreckenden und
zugleich bewegenden Bilder die hier geboten werden, lassen keinen Zuschauer kalt. Besetzt mit den damals noch jungen und unbekannten Schauspielern Fritz Wepper und Günther Pfitzmann, außerdem der heutige Musiker Volker Lechtenbrink.
Der Film spielt im 2. Weltkrieg, wo eine Gruppe von unwissenden und draufgängerischen Jugendlichen eingezogen werden. Nach nur einigen Tagen Grundwehrdienst werden sie mit ihrem Gruppenführer an einer kleinen, scheinbar unbedeutenden Brücke postiert. Nachdem ihr Gruppenführer von zwei Streifenpolizisten nach einer Diskussion erschossen wird, sind die Jugendlichen sich selbst überlassen. Doch die scheinbar unwichtige Brücke wird kurz darauf von 2 amerikanischen Panzern angefahren, die sie passieren wollen. Da die Jugendlichen den Befehl erhielten, die Brücke unter allen Umständen zu halten, beginnen sie einen aussichtslosen Kampf.
Die schauspielerischen Leistungen der jungen Soldaten im Film darf wohl als grandios bezeichnet werden. In kaum einem anderen Kriegsfilm kommt der Schrecken des Krieges so real und grausam rüber wie hier. Auch die Stimmung über den gesamten Film ist sehr bedrückend, hierzu trägt auch die Musik ihren Teil bei. Bernhard Wicki ist hier ein ganz großes Werk gelungen, das zu Recht bei damaligen Filmvorführungen einige Preise abräumte. Bevor man sich die neueren, actionlastigen Kriegsfilme ansieht, welche sicherlich auch nicht schlecht sind, sollte man vorher diesen Film gesehen haben.

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