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Der Hamburger Adelige Adrian Kuttenbrook (Tonio von der Meden) macht sich in Wien an die falsche Dame ran, wird zum Duell herausgefordert & infolgedessen schwer verwundet. Zufällig finden die beiden gutherzigen Dirnen Josefine (Christine Schuberth) & Zenzi (Renate Kasché) den Verletzten & kümmern sich um ihn. Sogar die notwendigen Gulden für Doktor & Medikamente klimpern sie hin. Um Adrian wachzuhalten, erzählt ihm Josefine von ihren amourösen Abenteuern...

Die Fortsetzung zu Josefine Mutzenbacher (1970) wirkt auf mich wie ein ideenloser Schnellschuss, der (fast) all das vermissen lässt, was den (ebenfalls von Kurt Nachmann inszenierten) Vorgänger auszeichnet. Das Erfolgsrezept wurde so uninspiriert aufgewärmt, dass es trotz einiger netter Szenen (Säbel-Erotik, Wurst-Blowjob, eine kurze POV-Einlage) nicht munden will. Es mangelt an Pep & Pfiff, die Schuberth gibt die Josefine (für meinen Geschmack) jetzt viel zu überdreht, der gerne mit seinem Rasiermesser herumfuchtelnde Zuhälter fühlt sich wie ein toxischer Fremdkörper an, der Humor ist fad & oft befremdlich & das märchenhafte Ende wirkt unpassend & aufgesetzt. Außerdem wird angedeutet, dass Josefines Berichte sowieso erstunken & erlogen sind. Eine Enttäuschung.

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