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Graf Mino (Franco Nero) leidet unter seiner herrischen Mutter (Olga Solbelli), die ihre Zustimmung für seine Beziehung zu Daniela (Erika Blanc) verweigert. Bevor der Streit zwischen Mutter und Sohn zur Zerreißprobe wird, bringt die heimlich in Mino verliebte Haushälterin (Gioia Pascal) zuerst Daniela und dann Minos Mutter um. Traumatisiert vom Verlust seiner beiden großen Lieben flüchtet Mino sich in eine Zweckpartnerschaft mit der vorgeblich fürsorglichen Mörderin. Unerwartet taucht eine Schwester von Daniela auf, die der Verblichenen zum Verwechseln ähnlich sieht…

Mino Guerrini entwirft das abgelegene Schloss des Grafen mit ausgewählter Künstlichkeit als trügerisches Idyll, als pittoreskes Eiland, das moralisch vom Rest der Welt abgehängt ist. Franco Neros theatralisches Spiel fügt sich in die entrückte Atmosphäre aus Gewalt und Perversion und weiß insbesondere in den orgastischen Mordmomenten jene verderbliche Verkopplung von Liebe und Tod zu verbildlichen, an der die Figur leidet. Ein seltsamer kleiner Früh-Giallo, der manchmal brillant, oft aber auch affektiert wirkt.

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