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Conte Mino wird von seiner herrischen Mutter unterdrückt - sie kann es nicht ertragen, das ihr Sohn eine Andere liebt. Um die Heirat und ihren Verlust an Einfluss zu verhindern bringt sie ihre Zofe Martha, die ebenfalls in Mino verliebt ist , dazu Lauras Auto zu sabotieren.Laura kommt bei dem Unfall um. Minos Mutter erkennt das auch Martha ihren Sohn lieb und will sie aus dem Hause werfen , worauf sie von Martha ermordet wird.

Das dritte Auge ist ein klassischer italienischer s/w Thriller und wohl sowas wie ein Mitbegründer der Giallo Filme. Die gothische Psychopathenstory ist recht intensiv inszeniert, obwohl die FSK 18 Einstufung wohl doch deutlich zu hoch gegriffen ist, bis auf eine zugegeben eklige Vogelausweidungsszene (eine echte wohlgemerkt) spielt sich alles in geordneten Bahnen ab.
Zunächst mal bekommen wir zu sehen was passiert wenn sich drei Frauen hassen und um denselben Mann buhlen, nämlichdas in kurzer Zeit sowohl die Verlobte als auch die Mutter Minos auf nicht natürliche Weise den Spaghettilöffel abgeben müssen. Sowas kann bei labilen Charakteren schon mal eine Delle in der Psyche hervorrufen und so wird der Conte zum Massenmörder, dem die Schwester seiner Verlobten letztendlich zum Verhängnis wird.
Trotz toller Kamera ist die Story allerdings manchmal etwas langatmig geraten, obwohl der Film nur 77 Minuten Laufzeit hat. Das mag auch den teilweise antiquiert anmutenden Moralvorstellungen liegen oder auch der bedächtigen Erzählweise, die zwar Wert auf sexuelle Untertöne liefert, aber die Charaktere ab und an zu schwer nachvollziehbaren Handlungen zwingt.
Franco Nero, der hier als Frank Nero kreditiert wird, liefert eine sehr gute Zurschaustellung des psychisch zerissenen Muttersöhnchens ab, der Rest des Casts ist allerdings bestenfalls Durchschnitt. Am Ende bleibt ein guter Film, der aber sicherlich nicht als Meilenstein, wie beispielsweise Psycho, durchgeht. Anschauen lohn aber allemal.
6/10 

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