Review

Cold Blooded! Die Story des Films ist relativ simpel gestrickt: Cosmo ist ein schüchterner und zurückgezogener junger Mann, welchem es nicht gelingt, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Die Tatsachen, dass er im Keller eines Altersheims wohnt, sich nur auf seine Arbeit für ein Wettbüro konzentriert und sich Sport im Fernsehen ansieht, drücken seine gesellschaftliche Situation sehr deutlich aus. Wie der Zufall es so will, wird er von einem mit dem Wettbüro kooperierenden Mafia-BO$$ unfreiwillig befördert. Anfangs etwas skeptisch, lernt er durch sein Talent und seinen Partner schnell das saubere Handwerk eines Profikillers kennen. Die Trübseeligkeit des Haupcharakters zu Beginn ist nach der Hälfte des Films bereits vollkommen verschwunden, so dass man den Eindruck bekommt, seine Arbeit würde ihm so richtig viel Freude bereiten. Dies ist nicht ganz so gedacht; er, als totaler "Outsider" ist zunächst einmal froh, etwas gefunden zu haben, was er gut kann(Schießen nicht Killen!) und nicht etwa, was er gut kann, um das und das zu bewirken. Ihm wird schnell klar, dass, solange er den Job hat, er auch moralische Bedenken haben wird. Die Szenen, in denen er seiner Arbeit nachgeht, sind seinerseits jedoch von Kälte, Berechnung und Reuelosigkeit geprägt; dies macht den Charakter dann wieder zum Coolness-Killer a la Travolta/Jackson aus Tarantinos Pulp Fiction. Coole Sprüche und viel Ironie machen den Film zu einer pechschwarzen Gangsterfilm-Satire, in der besonders die Gefühle für eine Frau von existenzieller Wichtigkeit für den Hauptdarsteller sind. (Hdst. Jason Priestley von Beverly Hills 90210 spielt den Wandel vom Außenseiter zum Profi-Killer so perfekt, wie ich es nie von ihm erwartet hätte!)
Blut , Witz , Ironie => ein "Tarantino Cocktail", produced by Michael J. Fox, der sich in dem Genre nicht zu verstecken braucht
(8/10)

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