Review

Zusammen mit seinen beiden Vorgängern bildet der Film eine perfekte Triologie.
Er vereint die Elemente der ersten beiden Teile zu einer gelungenen Einheit.
Zwar kommt die Spannung von "Die Hard With A Vengeance" nicht ganz an die vom ersten
Teil aber in Punkto Action übertrifft dieser Teil alles bisher gezeigte aus der
Trilogie.
Teil 3 bietet weniger das "One Against All"-Feature, wie wir es aus den Vorgängern kennen, dafür umso mehr Strapazen für die Hirnzellen, denn der Film ist so gestaltet, dass man als Zuschauer bei jedem Rätsel, nicht nur mitfiebern, sondern auch mitdenken kann.
Letzten Endes wird ein jeder aber, wie wir es von der "Die Hard" Reihe gewohnt sind, total überrascht werden.
Das Kernstück des Films ist erneut die Handlung, die mehr als nur gut durchdacht ist.
Eine clevere Story, die zudem keineswegs trocken sondern hochbrisant ist.
Auch wenn die eigentliche Action erst Mitte des Films eintritt, wenn gemächlich die wahren Absichten der Terroristen aufgedeckt werden, beginnt der Film unterhaltsam und actiongeladen.
Neu, im Vergleich zu den Vorgängern, steckt in "Die Hard With A Vengeance" überraschender Weise etlicher Humor.
Besonders die Rassenthematik beschäftigt die zwei Hauptakteure Bruce Willis, alias John McClane und dessen Partner wider Willen Samuel L. Jackson, der den zynischen Ladenbesitzer Zeus Carver verkörpert. Immer wieder aufs Neue geraten die beiden aufgrund ihrer Andeutungen in kleinere unterhaltsame und humorvolle Streitereien.
Auch für Abwechslungsreichtum ist gesorgt.
Während sich die Haupthandlung des ersten Teils nur in einem Hochhaus abgespielt und die des zweiten weitestgehend auf dem Flugplatz, so gibt es im dritten Teil, im Großraum New York massig unterschiedliche Schauplätze.
Zu Lande, Wasser und in der Luft kämpfen sich John und Zeus durch die Rätsel und Tücken ihrer europäischen Widersacher.
Der Film vergeht wegen der gebotenen Abwechslung und dem Humor wie im Fluge und ehe man sich versieht flimmert der Abspann über die Mattscheibe.
Zeit um das Erlebte noch einmal zu rekapitulieren.
Was die Darsteller angeht kann man der Casting-Crew keinerlei Vorwürfe machen.
Mit Samuel L. Jackson hat man die perfekte Besetzung für den zynischen und streckenweise mürrischen Ladenbsitzer Zeus Carver besetzt. Jackson spielt die Rolle in seiner gewohnten überzeugenden Art und mit seinem Charme und Humor gewinnt er eindeutig die Zuschauer für sich. Damit kann er ganzklar mit dem sowieso gesetzten Bruce Willis konkurrieren, der ebenfalls immer einen lässigen Spruch parat hat und mit seinem blutbesudelten Unterhemd die Umgebung unsicher macht.
Ihr Gegenpart Simon Peter Gruber, gespielt von Jeremy Irons, bietet ebenfalls eine beachtliche Leistung, auch wenn er nicht so oft im Mittelpunkt des Geschehens steht.
Allerdings ist ihm die Rolle des bösen Buben wie schon seinem "Bruder" aus älteren Tagen wie aus dem Leib geschnitten.
Am Ende gönnt man ihm den erfolg aufgrund seines gut durchdachten Planes und findet sich schon mit dem Ende ab, als McClane durch einen winzigen Zufall doch noch seinen geheimen Aufenthaltsort lokalisiert.
Und hier liegt womöglich dann doch die Schwachstelle des Films.
Einerseits wirkt das Ende erzwungen, da die Aufdeckung des geheimen Verstecks mehr oder minder zufällig und rasch kommt und zum anderen läuft dann alles zu rasch ab.
Binnen weniger Momente sind die Bösewichte geschlagen und die Guten triumphieren, wie es in einem klassischen patriotischen Hollywood-Film sein muss.
Meines Erachtens ist das Ende nicht ganz das, was der Film verdient hatte und zieht ihm deshalb einen Punkt in der Gesamtwertung ab.

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