The Wolf of Wall Street
Story:
Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) will Broker werden, er bekommt auch prompt einen Job beim Brokermeister Mark Hanna (Matthew McConaughey) von ihm erlernt er die Grundkenntnisse und die exzessiven Verhaltensmuster die ihn zum Erfolg bringen sollen.
Am Tag von Jordans Ausbildung erleidet Mark Hannas Büro aber einen verheerenden Schlag und geht kurzer Hand zu Grunde.
In der Wirtschaftskrise bleibt Jordan dann nichts anderes als in einem kleinen Brokerbüro anzufangen die nur mit Penny Stocks handeln, hier macht er sich aufgrund seines großen Verkaufstalents, um nicht gar zu sagen seines Talents den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, schnell einen Namen. Mit dem verhältnismäßig großen Boni von 50% pro verkaufter Aktie macht er hier schnell ein kleines Vermögen und gründet mit einer Hand voll Freunden seine eigene Firma, Stratton Oakmont. In seiner eigenen Firma kristallisieren sich aber schnell gewisse abartige Gewohnheiten heraus, wie z.B. der exzessive Konsum von Drogen, Sex an sämtlichen Stellen im Büro usw. Jordan und seine Mitinhaber Donnie Azoff (Jonah Hill) usw. geben dabei das beste Beispiel.
Schon bald wird Jordans Firma aufgrund von Betrug vom FBI in Person von Patrick Denham (Kyle Chandler) beobachtet...
Über den Film:
"The Wolf of Wall Street" war der wohl von mir wohl meist erwartete Film seit langem, ich habe auch sehr hohe Erwartungen an den Film gehabt, die mehr als nur übertroffen wurden. Der Film war mit seinen 3 Stunden Lauflänge zu keiner Zeit auch nicht im geringsten langweilig oder langatmig.
In jeder neuen noch so bizarren Szene kam im Kino mehrmals Gelächter auf (von dem ich mich natürlich nicht habe leiten lassen) aber ich wahr selbst oft den Tränen nahe.
Sehr gut gefallen hat mir auch dass, sowohl wenn es um die Charaktere ging als auch um die einzelnen Szenen, man sich viel mühe gegeben hat das ganze auszuarbeiten und vor allem bei den Szenen viel Liebe ins Detail gesteckt wurde.
So wurde der Luxusstil der neunziger toll rübergebracht und am Setting auf alles geachtet.
Über die Schauspieler
In der Hauptrolle sehen wir Leonardo DiCaprio, der meiner Meinung nach in den Letzten 4 Jahren sehr durchwachsene Filme gemacht hat, zuletzt einen wenig besonderen "Der Große Gatsby" (6/10) davor eine absolut beängstigend guten Darstellung in "Django Unchained" (10/10), davor die etwas langatmige Biographie "J.Edgar" (7/10) und davor die beiden super Filme "Inception" (10/10) und "Shutter Island" (9/10). Darstellungstechnisch ist Leonardo DiCaprio meiner Meinung nach (was auch der Meinung vieler anderer, so wie ich das einschätzen kann) einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Für mich ist er auch der wohl beste ohne Oscar, aber dieses Jahr ist er ja nominiert und man kann erneut hoffen.
In "The Wolf of Wall Street" spielt er das exzessiv trinkende, Drogennehmende und Charakterlich gestörte Arschloch, dies macht er Absolut brilliant, was er in "Django Unchained" fast noch einen ticken besser gemacht hat.
Als Jordans engen vertrauten Freund haben wir Jonah Hill, der mittlerweile neben den reinen Komödien auch die ein bisschen anspruchsvolleren Filme macht, auch er spielt das ganze sagenhaft gut und überzeugend, man sieht richtig das ihm das ganze Projekt Spaß gemacht hat, wenn man dann noch bedenkt dass er um hier mit zu spielen auf fast seine ganze Gage verzichtet hat ist es noch beeindruckender.
Auf Matthew McConaughey habe ich mich besonders gefreut, er spielt Jordans Mentor der ihm die ganzen kranken Verhaltensweisen beibringt, er hat es trotz der leichten Enttäuschung dass er nur im ersten Viertel mit spielt, geschafft mich mit einigen Lachern zu überzeugen.
Selbst in den Nebenrollen haben Jean Dujardin und Jon Bernthal noch wirklich eine sehr gute Performance abgelegt. Was ich ebenfalls toll fand war das man Jon Bernthal nach seiner klasse Leistung in der ersten Staffel von "The Walking Dead" (10/10) erstmals in einem guten Film gesehen hat, denn "Snitch" und "Zwei vom alten Schlag" (jeweils 6/10) waren aufgrund hoher Erwartungen doch eher enttäuschend.
Alles in allem haben wir hier einen sehr tollen Cast, wobei Leonardo DiCaprio natürlich doch noch recht klar heraus sticht, im Gegensatz zu "Django Unchained" wo er sich die tolle Leistung mit Christoph Waltz geteilt hat.
Fazit:
Ich habe selten bei einem Film 3 Stunden lang gar nichts vermisst, ich kann mich nicht erinnern in letzter Zeit solange am Stück bei einem Film gelacht zu haben, das macht diesen Film für mich zu einem der besten der letzten Jahre, wo er sich dann wohl wegen der Leistungen von DiCaprio und Waltz direkt hinter "Django Unchained" einreiht.
Bewertung:
10/10